Wegen eines folgenschweren Fouls ist ein Eishockeyspieler des Bezirksligisten ERC Lechbruck am Freitag vom Amtsgericht Sonthofen zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt worden.

Das Opfer, ein Akteur vom Gegner SG Oberstdorf/Sonthofen, leidet noch immer an den Folgen der Attacke in der Begegnung vor elf Monaten.

Die Richterin erkannte dabei auf vorsätzliche und gefährliche Körperverletzung. Die Tat sei weit über einen schweren Regelverstoß bei einem Spiel mit harten Bandagen hinausgegangen. Der erfahrene Hauptschiedsrichter der Partie hatte erklärt: "Das war das härteste Foul, das ich je gesehen habe."

Bei dem Vorfall auf dem Eis hatte der Angreifer seinen Gegenspieler per Bodycheck mit gestreckten Armen sowie erhobenem und quergestelltem Schläger von hinten attackiert. Daraufhin krachte dieser mit dem Schädel an die Bande und schlug mit dem Hinterkopf auf dem Eis auf. Schwer verletzt blieb er liegen.

Noch heute laboriert das 25 Jahre alte Opfer an den Folgen des Fouls. Wegen eines Schädel-Hirn-Traumas, einer Halswirbelverletzung sowie einer zeitweisen Lähmung des linken Beins musste der junge Mann auf die Intensivstation, war lange krankgeschrieben und absolvierte eine stationäre Rehabilitation.

Er befindet sich immer noch in ärztlicher Behandlung. Ob er je wieder Eishockey spielen kann, ist fraglich.

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