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F-1-Boss Ecclestone findet: "Weiß nicht, ob Kimi die Formel 1 jemals geliebt hat" © getty

Räikkönen fährt seit Monaten hinter der Musik her. Dafür wird der lustlos wirkende Finne oft kritisiert. Jetzt setzt der F-1-Boss eins drauf.

Von Patrick Freiwah

München - Obwohl es kein großes Geheimnis ist, gibt es vielen Experten Rätsel auf! Die Unbeständigkeit des aktuellen Weltmeisters in der laufenden Saison zählt zu den derzeitigen Mysterien im Formel-1-Zirkus.

Während sich Oberboss Bernie Ecclestone bislang aus den Diskussionen um den finnischen Ferrari-Piloten vornehm heraushielt, ließ sich nun auch der Brite zu einem Statement hinreißen.

Ist es Kimi, der da fährt?

Bei "BBC radio" machte der 77-jährige F-1-Guru seiner Verwunderung Luft und sagte über den Mann, der in seinem italienischen Rennstall mittlerweile nur noch die "zweite Geige" spielt: "Ich meine, er ist ein super talentierter Fahrer, und ich kann einfach nicht glauben, dass es Kimi ist, der da im Moment fährt", so Ecclestone.

Zudem rückte der Brite mit einer Einschätzung heraus, die sich einst schon Ex-Weltmeister Fernando Alonso gefallen lassen musste:

Vorwurf der mangelnden Zuneigung

"Ich glaube nicht, dass er jemals in den Sport verliebt gewesen ist!" Wie schon beim zweimalige Champion Alonso sieht Ecclestone also auch beim nicht immer schnellen Finnen das Potenzial in Sachen Identifikation mit der "Königsklasse" nicht vollends ausgeschöpft.

Doch warum sollte der ohnehin coole "Iceman" ausgerechnet in der strengen Anarchie der Formel 1 mit ihrem Patriarchen Ecclestone von einer anderen Seite zeigen...

Massa ist vorbeigezogen

Fakt ist, dass Felipe Masse in der Ferrari-Gunst an Räikkönen vorbeigezogen ist. Besonders in den Qualifyings ist der Brasilianer oftmals wesentlich schneller als der 28-Jährige. "Er war immer schneller als Massa. Massa ist zwar schnell, aber so weit hinten sollte er nicht liegen", so Ecclestone weiter.

Vermutlich hat auch Ecclestone die Zeichen der Zeit erkannt, dass bald ein weiterer Star die Formel-1-Bühne verlassen wird.

Karriere-Ende steht bevor

Schließlich halten sich konstant die Gerüchte, dass Räikkönen nach dem Vertragsende 2009 seine Karriere beenden wird. Und dass der "Iceman" einst schon motivierter zu Werke ging, dürfte nicht gerade ein Gegenargument sein.

Dass kann der Drittplatzierte der Fahrer-WM beim nächsten Lauf in Belgien liefern...

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