Ferrari liegt beim Belgien-GP in Spa knapp vor McLaren. Die BMW-Sauber haben ihre große Podest-Chance, glaubt Formel-1-Experte Jacques Schulz.

Hallo Formel-1-Fans,

welcome back Spa! Eine der ultimativen Power-Strecken der Formel 1 ist zum Glück am Wochenende wieder im Kalender. Jetzt tauchen vermehrt Umbau-Gerüchte auf.

Ecclestone will angeblich den Kurs verkürzen. Damit würde unsere geliebte Blanchimont-Kurve aus dem Kalender plumpsen. Hintergrund ist, dass die Rundenzahl erhöht werden kann, damit die Zuschauer die Autos häufiger sehen.

Wenn die die belgische Strecke antasten und einen weiteren Klassiker der Formel 1 zerstören oder verändern, das darf nicht wahr sein. Das darf bitte nicht geschehen.

Belgien ist in seiner jetzigen Form zwar mit sieben Kilometer Länge eine Ausnahme, aber es ist einfach eine ganz tolle Strecke, die jeden Meter Formel 1 verdient.

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Und auf dieser Strecke sehe ich Ferrari im Vorteil, weil sie einen Power-Vorteil haben. Nicht zuletzt haben in Valencia, was den Top-Speed angeht, fünf Ferrari-Motoren den Ton angegeben und das ist ein wesentlicher Vorteil, den die Roten gegenüber der Konkurrenz haben sollten.

Paketmäßig sind Ferrari und McLaren-Mercedes mehr oder weniger gleich gut. Das hängt von der Tagesform ab. Es hängt vom Treffen der Abstimmung ab.

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Ein Faktor, der noch für McLaren spricht, sind die härteren Reifen aus dem Sortiment von Bridgestone, also hart und ganz hart. Das sollte eigentlich den Silbernen entgegen kommen. Eine genauere Vorhersage ist unmöglich, da es sehr stark von der Tagesform, den Wetterbedingungen und äußeren Einflüssen abhängt.

Tendenziell kann ich mir vorstellen, dass Felipe Massa mit dem Rückenwind der letzten Rennen ein ganz heißer Siegeskandidat ist. Lewis Hamilton wird alles tun, um das zu verhindern, um seinen Vorsprung nicht weiter schmelzen zu sehen.

McLaren wird Zweiter. Es hängt natürlich auch viel von der Form Kimi Räikkönens ab. Ob der Iceman wieder in Form ist und ob Ferrari seine Motoren-Probleme in den Griff bekommt. Massas Motor muss durch die Power-Strecke mit dem gebrauchten Aggregat von Valencia.

Im Blick ist natürlich auch Monza, wo man einen ganz frischen Motor haben sollte, weil da jedes PS zählt. Deshalb wird Massa alles versuchen, um den Motor durch das Rennen zu nehmen um dann für Monza ein frisches Aggregat zu haben. Die beiden, Hamilton und Massa, werden den Sieg wieder unter sich ausmachen.

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Platz drei nach wie vor für BMW, für die jetzt mit Spa und dann eine Woche später mit Monza zwei starke Rennen kommen, wobei ich stark eher auf Monza beziehe.

Da hat Robert Kubica wieder eine echte Siegchance. Und Nick Heidfeld ist sowieso brutal unter Druck und muss sich beweisen. Trotzdem glaube ich, dass BMW um den Sieg nicht mitfahren wird.

Aber ihre solide Performance (Kubica!) reicht für Position drei. BMW hat das Soll erfüllt. Vielleicht kommt noch mal ein Bonus in Monza dazu. Das ist eine Strecke, die ihnen super liegt. Aber hier muss ein Podestplatz das Ziel sein und das ist auch umsetzbar. BMW ist stark genug, um vor den anderen zu bleiben.

Platz vier - Ich riskiere etwas und sage: Toro Rosso aus mehreren Gründen. Erstens ist es Wunschdenken. Zweitens ist es patriotisches Denken. Aber drittens sprechen auch ein paar Faktoren für das Team von Gerhard Berger.

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Der Ferrari-Motor: Siehe Werksteam. Vettel, der in Galaform ist, der ein Fahrer-Talent ist. Das kommt auf diesem Kurs auf jeden Fall zum Tragen.

Außerdem glaube ich, dass Toro Rosso im Gegensatz zu Red Bull momentan organisierter und strukturierter vorgeht. Mit dem Rückenwind eines Vettels haben sie einen unglaublichen Lauf.

Ich kann mir vorstellen, dass das Paket und die Strecke Toro Rosso und auch Red Bull entgegen kommen müsste. Den Rest richtet Vettel mit dem Ferrari-Motor. Das ist eine gewagte Theorie, aber gegen Red Bull, Toyota und Renault wird Toro Rosso richtig gut aussehen.

Ich weiß das ist mutig. Die User dürfen mich nächste Woche gerne zerreißen, wenn ich Unrecht hatte.

Schulz erwartet ein super Rennen. Ein Klassiker!

Keep Racing,

Ihr Jacques Schulz

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