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Gewann die letzten drei Rennen in Spa: Kimi Räikkönen © getty

Die Ferrari dominieren am 1. Tag vor McLaren das Freie Training zum Belgien-GP in Spa. Massa ist Schnellster. BMW enttäuscht.

Spa - Typisch belgischer Regen, ein weltmeisterlich demolierter Ferrari und Felipe Massa wieder ganz vorne.

Das freie Training zum Großen Preis von Belgien in Spa hat am Freitag für einige Aufregung gesorgt.

Nachdem Massa bereits am Vormittag die Tagesbestzeit vor seinem Ferrari-Teamkollegen Kimi Räikkönen gesetzt hatte, wurde der "Iceman" am Nachmittag ein Opfer des schlechten Wetters und rasierte seinem Auto an einem Reifenstapel den Heckflügel ab.

Für Räikkönen, der die drei letzten Rennen in Spa - 2004 und 2005 im Silberpfeil, 2007 im Ferrari - gewonnen hat, ist der 13. von 18 WM-Läufen am Sonntag (14 Uhr) die vielleicht schon letzte Chance, sich im Titelrennen zurückzumelden.

Räikkönen auf Platz 3

Der Finne liegt nach seinem Ausfall in Valencia mit 57 Punkten und 13 Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton (Großbritannien/70) im McLaren-Mercedes sowie sieben Zähler hinter seinem brasilianischen Teamkollegen Massa (64) nur auf dem dritten Rang der Gesamtwertung.

Im vorigen Jahr hatte Räikkönen auf dem Weg zum Titel allerdings in den letzten beiden Rennen sogar aus 17 Punkten Rückstand auf Hamilton noch einen Zähler Vorsprung gemacht.

In der Tageswertung reihte sich Hamilton (1:47,878) hinter Valencia-Sieger Massa (1:47,284) und Räikkönen (1:47,623) auf dem dritten Platz ein. Silberpfeil-Kollege Heikki Kovalainen (Finnland/1:47,932) landete auf Position vier.

"Typisch Spa"

"Das war typisch Spa, halb nass, halb trocken - trotzdem haben wir viel gelernt und eine gute Basis fürs Rennen gefunden", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Die Zeiten heute sagen nicht viel."

Bester der fünf deutschen Piloten war wie zuletzt in Valencia der Heppenheimer Sebastian Vettel im Toro-Rosso-Ferrari auf Rang acht (1:48,958) unmittelbar vor Toyota-Pilot Timo Glock (Wersau/1: 48,997).

Glock hat seine hartnäckige Erkältung, die ihn bei seinem siebten Platz in Valencia stark behinderte, inzwischen auskuriert.

Heidfeld wartet auf Befreiungsschlag

Wie Räikkönen wartet auch der Mönchengladbacher Nick Heidfeld im Kampf um sein BMW-Sauber-Cockpit für 2009 in Spa dringend auf einen Befreiungsschlag.

Zwar belegte der 31-Jährige am Freitag nur Platz 12 (1:49,139), war dabei aber lediglich 46 Tausendstelsekunden langsamer als sein polnischer Teamkollege Robert Kubica.

Hinter Heidfeld folgten Nico Rosberg (Wiesbaden/1:49,405) im Williams-Toyota und Adrian Sutil (Gräfelfing/1:49,585) im Force-India-Ferrari auf den Plätzen 13 und 14.

Zahlreiche Dreher

Nachdem das Vormittagstraining auf trockener Strecke ohne größere Probleme abgelaufen war, begann es am Nachmittag während der zweiten Trainingssitzung zu regnen, was zu zahlreichen Drehern führte.

Auf der rutschigen Strecke demolierte Räikkönen seinen Ferrari, konnte aber ohne Heckflügel noch zurück in die Box fahren.

Nachdem Sutils italienischer Teamkollege Giancarlo Fisichella mit seinem Force-India-Ferrari gegen die Leitplanke gekreiselt war, musste das Training wegen der Bergung des Fahrzeugs sogar für zehn Minuten unterbrochen werden.

Böse Streiche

In Spa spielt das Wetter den Formel-1-Piloten immer mal wieder böse Streiche. Unvergessen sind die Jahre 1995, als Michael Schumacher im strömenden Regen von Startplatz 16 zum Sieg fuhr, und 1998, als 13 Autos kurz nach dem Start den größten Massencrash in der Geschichte der Königsklasse produzierten.

Später im Rennen fuhr Schumacher in einer Gischtwolke noch in den Silberpfeil von David Coulthard und wollte danach dem Schotten in der Box an den Kragen gehen.

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