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Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes sah schon wie der sichere Sieger aus © imago

Lewis Hamilton glaubt nicht, dass seine Fahrweise Anlass zu einer Bestrafung gibt. Sport1.de hat die Stimmen zum Rennen.

Zusammengestellt von Kristina Heidenreich

Schon bei der Pressekonferenz nach dem Rennen sagte Lewis Hamilton, wenn er nachträglich bestraft würde, dann könne etwas nicht stimmen.

Denn der Brite fühlte sich als rechtmäßiger Sieger. Doch nicht einmal drei Stunden währte die Freude über den Sieg, den er erst auf den letzten Runden errungen hatte. Nach Kimi Räikkönens Crash in die Mauer fuhr der Brite im McLaren-Mercedes als Erster über die Ziellinie.

Doch die Rennkommissare untersuchten den Zweikampf zwischen Hamilton und dem Ferrari-Piloten genauer. Zweieinhalb Stunden nach dem Ende des Grand-Prix-Rennens von Spa brummten die Offiziellen Hamilton eine Zeitstrafe von 25 Sekunden auf. Er soll an einer Schikane abgekürzt haben.

Nick Heidfeld freute sich unterdessen über seine "Sekt-oder-Selters-Entscheidung".

Sport1.de hat die Reaktionen auf den Großen Preis von Belgien zusammengestellt:

Nick Heidfeld (BMW-Sauber, Platz 2): "Es war eine "Sekt-oder-Selters-Entscheidung". Als es anfing zu nieseln, habe ich überlegt, auf Risiko zu gehen und auf die Intermediates zu wechseln. Ich rechnete damit, dass sich sonst keiner trauen würde, auf Regenreifen zu wechseln. Das Team fragte noch mal nach, aber es war die richtige Entscheidung."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes, Platz 3): "Kimi hat mich in abgedrängt, er hätte fairer sein können. Ich hatte keinen Platz, so dass ich entweder mit ihm kollidieren oder den Notausgang nehmen musste. Also hab ich den Notausgang genommen und habe ihn dann auch wieder vorbeiziehen lassen. Wenn ich eine Strafe bekomme, stimmt etwas mit dem Sytem nicht."

Kimi Räikkönen (Ferrari, ausgeschieden): Ich hatte mich darauf eingestellt, zu gewinnen oder zu verlieren, aber leider bin ich von Strecke geflogen. Ich wollte nicht hinter Lewis Hamilton das Rennen beenden. Denn wir hätten Punkte verloren."

Norbert Haug (Sportchef, McLaren-Mercedes): "Nach einem spannenden Rennen gewann Lewis auf der Strecke, doch der Sieg wurde ihm durch die Entscheidung der Sportkommissare aberkannt. Unserer Meinung nach hat sich Lewis keinen unerlaubten Vorteil verschafft. Wir lassen uns nicht unterkriegen und müssen weiter voll konzentriert bleiben, denn in der Weltmeisterschaft ist noch nichts entschieden."

Stefano Domenicali (Teamchef, Ferrari): "Wir haben oft gesagt, dass das Rennen nicht vorbei ist, bevor die offiziellen Ergebnisse veröffentlicht sind. Wie gewöhnlich, wird Ferrari die Entscheidung der Rennkommissare nicht kommentieren. Nach dem Rennen wurden wir zu den Offiziellen gerufen und haben unsere Position erklärt. Wir fühlen mit Kimi. Er hat ein großartiges Rennen gefahren und hätte es gerade in dieser schwierigen Zeit verdient gehabt, zu gewinnen."

Sebastian Vettel (Toro Rosso, Platz 5): "Sebastien und ich haben allen Grund zur Freude nach so einem Rennen. Die letzte Runde war unglaublich und ich war schockiert, als ich auf den letzten 50 Metern noch überholt wurde. Heidfeld und Alonso sind auf ihren Intermediates mit einem "Whoosh" an mir vorbeigerast. Es war sehr schwierig heute und man musste seinem Auto wirklich vertrauen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Auto und wir hatten heute ein sehr gutes Tempo. Die Jungs da vorne fahren noch in einer anderen Dimension, aber wir sind wieder ein paar Schritte vorwärts gekommen.

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