McLaren ist favorisiert. Doch "Quick Nick" kann beim Italien-GP in Monza endlich den großen Wurf landen, glaubt F-1-Experte Jacques Schulz.

Hallo Formel-1-Fans,

nach dem Highspeed-Test vergangene Woche vor dem belgischen Grand Prix, den aktuellen Erkenntnissen und dem Kräfteverhältnis, wage ich es nicht, eines der drei Teams an die Spitze zu stellen.

Ich glaube, es hängt von der Tagesform und der Abstimmung ab.

Die Chance von BMW, den zweiten Grand Prix des Jahres zu gewinnen, ist so groß wie nie. Die Strecke kommt ihnen noch mehr als die in Kanada entgegen.

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Heidfeld war der Test-Schnellste und rechtzeitig in Belgien wieder in Gala-Form. Er weiß jetzt, wie er die Reifen im Temperatur-Fenster zum Arbeiten bekommt. Die Chance für Heidfeld, endlich seinen ersten Grand Prix zu gewinnen, ist am Sonntag sehr groß. Nach seinen 146. Grand Prix könnte er endlich in den Klub der Sieger eintreten.

Natürlich ist der Mythos Ferrari beim Heimspiel gut aufgestellt. Die einzige Frage, die wir erst im Laufe der Tage beantworten können ist: Wie gut kommt der Rote über die Randsteine?

Das schien die Schwäche zu sein. In Kanada war McLaren stärker als Ferrari. Die Entwicklung ist seither weitergegangen. Vom Speed her und bei gleichem Luftwiderstand ist der Ferrari sehr gut.

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Aber wenn das Auto über die Randsteine geprügelt wird, muss es sich danach möglichst schnell wieder beruhigen. Das könnte ein Vorteil für McLaren sein. Von denen glaube ich, dass sie beim Monza-Test genau wie BMW mehr gefunden haben als Ferrari.

Vergangenes Jahr hat Hamilton den Räikkönen beim Überholmanöver in den letzten Minuten uralt aussehen lassen. Es ist den Silbernen gelungen, bei gleichem Speed, sprich bei gleichem Luftwiderstand, noch mehr Endgeschwindigkeit zu finden.

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Die Aussagen von Ron Dennis und meine Informationen bestätigen, dass McLaren in Monza absolut top ist. Die Frage ist, wie man im Kopf diese Strafe, auch wenn man protestiert hat, weggesteckt hat. Wird das Rennwochenende dadurch beeinflusst oder macht es McLaren vielleicht sogar noch stärker?

Wer letztendlich gewinnen wird, ist so unmöglich vorherzusagen, wie die Mannschaften im Endspiel der Fußball-WM 2010 in Südafrika.

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Im Verfolgerfeld ist es wieder sehr eng. Toro Rosso, die in Belgien noch als Geheimtipp gehandelt wurden, haben bewiesen, dass sie momentan den Dreh am besten raus haben.

Da waren sie sogar vor BMW! Die haben ein gut abgestimmtes Auto mit einer hohen Motorleistung, einen Vettel in guter Form.

Und auch die Testergebnisse lassen hoffen, dass Toro Rosso wieder in die Punkte fährt. Auch Bourdais scheint gerade noch rechtzeitig den Dreh herausgefunden zu haben.

Wenn er die Form und die Leistung aus Belgien bestätigt, dürfte er eine Chance auf den Verbleib bei Toro Rosso haben.

Keep Racing,

Ihr Jacques Schulz

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