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Lewis Hamilton führt die WM mit zwei Punkten vor Felipe Massa an © getty

Lewis Hamiltons spektakuläres Manöver von Spa kommt nicht gut an bei den anderen F1-Piloten. Viele finden das FIA-Urteil richtig.

München - Fast alle Fahrerkollegen halten die Entscheidung der Rennkommissare für richtig, den WM-Führenden Lewis Hamilton nach seinem spektakulären Überholmanöver gegen Ferrari-Weltmeister Kimi Räikkönen beim Großen Preis von Belgien mit einer Zeitstrafe zu belegen.

Unter Fans und Experten hatte das Urteil der FIA-Stewards, nach dem Ferrari-Pilot Felipe Massa statt Hamilton auf den ersten Platz vorrückte, für einen Sturm der Entrüstung gesorgt.

Seine Konkurrenten vertraten vor dem Großen Preis von Italien in Monza (1. Training, Fr. 10 Uhr LIVE ) allerdings eine klare Meinung contra Hamilton.

"Entscheidung nach dem Regelbuch"

"Lewis hat einen Vorteil aus der Abkürzung in der Schikane gehabt, deshalb ist die Entscheidung korrekt. Wenn an der Kurve eine Mauer gestanden wäre, hätte er auch nicht so fahren dürfen", sagten der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso und Hamiltons WM-Erzrivale Felipe Massa.

Toro-Rosso-Pilot Sebastien Bourdais erklärte, dass "die Entscheidung klar nach dem Regelbuch" getroffen worden sei.

Heidfeld skeptisch

BMW-Pilot Nick Heidfeld sah die Aktion des Briten ebenfalls skeptisch: "Wir haben sehr oft in den Fahrerbriefings darüber gesprochen, keinen Vorteil aus so einer Situation zu ziehen. Es gibt keine Genehmigung, in der Schikane abzukürzen. Die Entscheidung der Stewards muss man respektieren."

Hamilton meinte zur Kritik der Fahrer, dass es unter den Piloten niemals eine einheitliche Meinung geben werde, speziell, wenn es um einen Siegfahrer gehe.

Er wolle auch nach Spa an seiner Fahrweise nichts ändern und im WM-Titelkampf weiter angreifen.

Keine Revanchegelüste

"Ich werde meine Einstellung nicht verändern. Die Formel 1 wird doch erst durch die Überholvorgänge interessant", sagte der Brite vor dem Großen Preis von Italien in Monza (1. Training, Fr. ab 10 Uhr LIVE).

Grund zur Revanche für den an Ferrari verlorenen Sieg gebe es in Monza nicht, so Hamilton: "Aber wie im Vorjahr auf italienischem Boden gegen Ferrari zu gewinnen, wäre schon toll. Das wäre ein harter Schlag für die Roten."

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