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Die heiß diskutierte Szene von Spa: Lewis Hamilton (r.) überholt Kimi Räikkönen © imago

Nach der Hamilton-Affäre von Spa präzisiert die FIA die Schikanen-Regel und bestätigt damit ihre Auslegung.

Monza - Nach der "Affäre Hamilton" in Spa hat die FIA die Regeln für das Abkürzen in der Schikane klargestellt.

Demzufolge muss ein Fahrer, der verbotenerweise abgekürzt und dabei eine Position gewonnen hat, den Platz zurückgeben und mindestens eine weitere Kurve abwarten, bevor er erneut angreifen darf.

Das erklärte Renndirektor Charlie Whiting im Fahrerbriefing am Rande des Großen Preises von Italien in Monza.

Gerichtstermin im Fall Hamilton am 22. September

Beim Großen Preis von Begien hatte WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton beim Duell mit Weltmeister Kimi Räikkönen in der Schikane abgekürzt. Nachdem der Silberpfeil-Pilot den Finnen vorbeigelassen hatte, holte er sich in der nächsten Kurve die Spitze zurück.

Die FIA-Rennkommissare belegten Hamilton mit einer 25-Sekunden-Strafe. Statt Platz eins blieb Rang drei.

Nach einem Protest von McLaren-Mercedes findet nun am 22. September in Paris eine Anhörung vor dem FIA-Berufungsgericht statt.

Massa findet FIA-Entscheidung korrekt

"Lewis ist der verdiente Sieger von Spa", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Allerdings gibt die präzisierte Regelauslegung den Stewards und Hamiltons Fahrerkollegen Recht.

"Lewis hat einen Vorteil aus der Abkürzung in der Schikane gehabt, deshalb ist die Entscheidung korrekt. Wenn eine Mauer an der Kurve gewesen wäre, hätte er auch nicht so fahren dürfen", sagte der am grünen Tisch zum Spa-Sieger erklärte WM-Rivale Felipe Massa.

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