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Bestens ausgerüstet in die Wasserschlacht: Die Fans in Monza © APA

McLaren-Teamchef Ron Dennis hadert nach Platz 15 für Hamilton mit den Meterologen. Die Stimmen zum Monza-Qualifying:

Zusammengestellt von Andreas Kloo

Die Entscheidung von Lewis Hamilton und McLaren zum Reifenwechsel während der zweiten Session im Monza-Qualifying sorgte für Kopfschütteln.

Auf den Intermediate-Reifen bekam Hamilton auf regennasser Strecke keinen Grip und verpasste die Top 10. Teamchef Ron Dennis weist aber jede Schuld von sich.

Sebastian Vettel, der erstmals auf die Pole fuhr, kann dagegen sein Glück kaum fassen.

Sport1.de hat die Reaktionen auf den Wasserschlacht von Monza zusammengestellt:

Ron Dennis (McLaren-Mercedes, Teamchef): "Wir gingen davon aus, dass es noch vier oder fünf Minuten trocken bleiben würde. Die Wettervorhersage war falsch. Deshalb haben wir für eine Runde die Intermediates aufgezogen, aber just da begann es richtig zu schütten. Ich treffe diese Entscheidungen nicht. Ich muss zwar alle Entscheidungen verantworten, aber getroffen wird so eine Entscheidung vom Fahrer und seinem Renningenieur."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes, Platz 15): "Gemeinsam mit meinen Renningenieuren entschied ich mich, den zweiten Teil des Qualifyings mit Intermediate-Reifen zu beginnen Da es etwas abtrocknete, dachten wir, das wäre die richtige Wahl. In der Formel 1 ist mir so etwas bisher noch nicht passiert, ich kann mich also kaum beschweren. Morgen ist ein neuer Tag und ich habe immer noch eine Chance, mich nach vorn zu kämpfen - ich werde jedenfalls alles geben."

Norbert Haug (Mercedes-Sportchef): "Das ist genau, was mit Lewis nicht hätte passieren sollen. Glückwunsch an Sebastian Vettel und Toro Rosso zur ersten Pole - das war eine tolle Leistung."

Sebastian Vettel: (Toro Rosso, Platz Eins): "Unglaublich, unglaublich. Ich hatte mit meinen Ingenieuren noch den Witz gemacht, dass wir um die Pole fahren müssen, wenn es nass ist. Die Bedingungen waren heute sehr schwierig. Bei Wasser weiß man nie, was man zu erwarten hat. Ich träumte davon, auf der Pole zu stehen. Es wird sicherlich eine Weile dauern, bis ich das begriffen habe. Es war mein Traum gewesen, eines Tages ein Formel-1-Auto zu fahren, und dann mein Ziel, um Pole Positionen und Siege im Rennen zu kämpfen. Dies war ein Tag, den ich nicht erwartet hatte."

Felipe Massa (Ferrari, Platz 6): "Ein sehr schwieriges Qualifying, aber im Großen und Ganzen bin ich glücklich. Klar hätte es besser laufen können, aber es hätte genauso gut auch schlechter laufen können. Aber ich liege vor meinen Hauptkonkurrenten im Kampf um die WM.-Wertung. Die Bedingungen waren heute sehr kritisch. Trotzdem habe ich weiter versucht meine Zeit zu verbessern. Das war sehr wichtig. Morgen muss ich so weit vorne wie möglich landen und einige Punkte mitrnehmen."

Kimi Räikkönen (Ferrari, Platz 14): Es gibt nicht viel zu sage. Selbstverständlich bin ich nicht glücklich mit diesem Ergebnis. In der zweiten Session, als es die Bedingungen noch zuließen, ist es mir nicht gelungen, eine gute Zeit zu erzielen. Und danach war es unmöglich noch etwas gut zu machen. In dieser Runde rutschte ich in der Ascari-Kurve von der Strecke, weil dort sehr viel Wasser auf der Strecke war. Und so habe ich es nicht in die nächste Session geschafft. Nun müssen wir versuchen das Beste aus dieser Situation zu machen."

Nico Rosberg (Williams, Platz 5): "Ich bin wirklich glücklich über das heutige Resultat. Es war ein gutes Qualifying und ich konnte die ganze Zeit mit der Spitze mithalten. Trotz der schlechten Bedingungen fühlte ich mich wohl in meinem Auto. Eigentlich haben wir uns vom Qualifying nicht zu viel versprochen und haben eine gute Strategie für das Rennen entwickelt. Für morgen hoffe ich, dass es nicht ganz so viel regnet wie heute. Denn heute war es ziemlich gefährlich auf der Strecke. Aber letztlich ist es mir egal, ob es morgen trocken oder nass ist, da ich den Vorteil einer guten Startposition habe."

Mario Theissen (BMW-Sportchef): "Das war sicher das turbulenteste Qualifying, an das ich mich erinnern kann. Es kam heute darauf an, zum richtigen Zeitpunkt mit warmen Reifen an der richtigen Stelle der Strecke zu sein."

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