Am Lob von Michael Schumacher wären andere zerbrochen. Sebastian Vettel nicht - weil er eindrucksvoll mit dem Druck umgehen kann.

Es ist atemberaubend, in welchem Tempo Sebastian Vettel seine Karriere absolviert.

Wofür andere Jahre brauchen, das bringt der 21-Jährige aus Heppenheim im selben rasanten Tempo hinter sich wie seine Formel-1-Rennen.

Zur Erinnerung: Es ist gerade einmal ein gutes Jahr her, dass Vettel, seinerzeit noch Testpilot bei BMW, als Ersatzmann des verunglückten Robert Kubica in seinem ersten Formel-1-Rennen auf Anhieb einen Punkt einfuhr.

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Nun, nach dem Regenrennen von Monza, darf er sich im selben Atemzug als jüngster Pole-Setter und jüngster Grand-Prix-Sieger der Formel-1-Geschichte bezeichnen.

Und niemand bezweifelt mehr, dass der junge Deutsche mit außerordentlichem Talent gesegnet ist.

Rekord-Sieger Michael Schumacher hat das bereits früh erkannt.

Er kürte Vettel mit einem einzigen Satz zu seinem legitimen Nachfolger: Der Youngster habe das Zeug, eines Tages Weltmeister zu werden.

Ein wundervolles Lob, das jedoch für einen jungen Piloten, wie Vettel einer ist, zu einer unerträglichen Last werden kann.

Manch einer wäre an den großen Worten des deutschen Rekord-Champions und dem enormen Druck, die sie erzeugen, zerbrochen. Vettel ist es bisher nicht.

Und vor allem deshalb möchte man Schumi gerne glauben, dass Sebastian Vettel eines Tages tatsächlich der beste Rennfahrer sein wird, den die Formel 1 zu bieten hat.

Diese phantastische Leichtigkeit, mit der ihm bisher alles gelingt, sie könnte den Tausendsassa irgendwann wirklich zum Titel tragen.

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