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Im Visier der Silberpfeile - Shootingstar Sebastian Vettel (vorne) © getty

Der Sensationssieg des deutschen Youngsters weckt Begehrlichkeiten: Die komplette Elite der Formel 1 klopft nun beim Heppenheimer an.

Monza - Nach seinem historischen Sieg als jüngster Formel-1-Pilot aller Zeiten jagen die Topteams Sebastian Vettel.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug bestätigte, dass man schon im vergangenen Winter Gespräche geführt habe.

Allerdings respektieren die Silberpfeile den noch gut zwei Jahre laufenden Vertrag des 21-Jährigen bei Red Bull.

Vettel wechselt nach Ende der Saison innerhalb des Imperiums von Energie-Drink-Milliardär Dietrich Mateschitz von Toro Rosso zu Red Bull, wie im Juli am Rande des Deutschland-Grand-Prix in Hockenheim bekannt gegeben wurde.

Red Bull fährt die Ernte ein

"Red Bull hat Sebastian aufgebaut und in ihn investiert. Jetzt sollen sie auch profitieren und die Ernte einfahren", sagte Haug.

"Was nach Vertragsende dort ist, kann man jetzt nicht sagen. Wir werden Gespräche in keinem Fall über die Medien führen. Aber fest steht, dass die Besten irgendwann mal bei den besten Teams fahren", so der Schwabe weiter.

Sollte Vettel auch 2009 bei den Roten Bullen für Furore sorgen - er wäre wohl kaum ein weiteres Jahr zu halten.

Theissen hat Hoffnung

Denn auch BMW-Sauber ist interessiert. Für die Münchner war Vettel im Vorjahr sein erstes Rennen in der Formel 1 gefahren. Danach musste BMW das Supertalent zu Toro Rosso ziehen lassen. Zu gerne hätten die Weiß-Blauen, bei denen Routinier Nick Heidfeld zur Diskussion steht, einen Landsmann vom Schlage Vettels in ihren Reihen.

"Sebastian hat seitdem eine fantastische Entwicklung genommen. Aber er ist ja erst 21, vielleicht fährt er mit 31 wieder für uns", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

"Irgendwann im besten Auto"

Auch Ferrari hatte bereits ein Auge auf Vettel geworfen und wollte den im Toro Rosso mit einem Ferrari-Motor zum Sieg gefahrenen Mann als Testfahrer verpflichten.

Der Heppenheimer selbst, der sein Interesse an einem Job bei den Roten geäußert hatte, denkt derzeit nicht an einen Wechsel: "Egal, was passiert: Nächstes Jahr fahre ich für Red Bull. Natürlich will ich irgendwann im besten Auto sitzen und Weltmeister werden."

Sebastians Vater Norbert Vettel antwortete in Monza auf die Frage, ob sein Filius - der sich selbst managed - bald zu einem Topteam wechseln werde: "Wenn die Topteams aufwachen, dann schon. Aber der Junge entscheidet das selbst und wird seinen Weg gehen. Ganz sicher."

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