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Timo Glock ist seit 2008 beim Team Toyota und hat dort einen Stammplatz © getty

Nach dem Italien-Grand-Prix in Monza sagt der Toyota-Pilot dem WM-Führenden nach einem unfairen Überholmanöver den Kampf an.

Monza - Verkehrsrowdy oder Unschuldslamm: Die Kritik an Lewis Hamiltons Fahrweise reißt nicht ab. Nach der Bestrafung von Spa ist der WM-Spitzenreiter bei seinen Formel-1-Kollegen erneut in die Kritik geraten.

Toyota-Pilot Timo Glock schimpfte nach dem Großen Preis von Italien über den Briten.

Hamilton habe ihm bei einem kompromisslosen Überholmanöver mit seinem McLaren-Mercedes keinen Platz gelassen.

Glock geriet dabei auf die Wiese, konnte sein Auto aber abfangen.

Revanche angekündigt

"Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat. Ich war neben ihm - ein bisschen Platz muss er mir auch noch lassen. Manchmal denkt er wahrscheinlich, er ist alleine auf der Strecke", meinte Glock.

Für den nächsten WM-Lauf, das ersten Nachtrennen der Formel 1 am 28. September in Singapur, kündigte Glock im EIfer des Gefechts eine Revanche an: "Dann werde ich es genauso machen, das lasse ich mir nicht gefallen."

Ein Punkt Vorsprung

Hamilton hatte nach einer Aufholjagd von Startplatz 15 in Monza letztlich den siebten Platz belegt. Damit behauptete er nach dem 14. von 18 WM-Läufen die Führung. Allerdings liegt der Silberpfeil-Star nur noch einen Punkt vor Verfolger Felipe Massa (Brasilien).

Der Ferrari-Pilot landete beim Heimspiel der Roten auf Rang sechs.

Sieg in Belgien aberkannt

Beim Großen Preis von Belgien hatte Hamilton seinen Sieg wegen einer 25-Sekunden-Strafe verloren.

Nach Ansicht der Rennkommissare hat der Brite nach einer Abkürzung in der Schikane den Ferrari von Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) in der nächsten Kurve nicht den Regeln entsprechend überholt.

Hamilton wurde deshalb am grünen Tisch hinter Massa und BMW-Pilot Nick Heidfeld aus Mönchengladbach auf Platz drei zurückgestuft.

Haug verteidigt seinen Fahrer

Mercedes-Sportchef Norbert Haug verteidigt Hamilton gegen jede Kritik.

"Der Klassenbeste ist nie beliebt. Lewis ist in Monza als 15. losgefahren und als Siebter angekommen. Sebastian Vettel hat vorn die Musik gemacht und Lewis weiter hinten. Er hat grandiose Überholmanöver gezeigt", sagte Haug: "Und er hat alles Recht, sich als Sieger von Spa zu fühlen."

Hamilton trotzig

McLaren hat gegen die Strafe Einspruch eingelegt. Der wird am 22. September vor dem Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA in Paris verhandelt. Hamilton ist von seinem Team übrigens als Kronzeuge geladen worden.

Egal, wie das Urteil lautet - an seiner umstrittenen Fahrweise will der WM-Spitzenreiter nichts ändern.

Hamilton: "Ich werde meine Einstellung nicht verändern. Die Formel 1 wird doch erst durch die Überholvorgänge interessant."

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