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Willi Weber (l.) brachte Michael Schumacher 1991 bei Jordan unter Vertrag © getty

Sebastian Vettel lehnt ein 100-Millionen-Angebot des Managers von Michael Schumacher ab. Er kümmert sich lieber um alles selbst.

Von Felix Götz

München - Willi Weber ist ein bekannter und erfolgreicher Mann in der Manager-Szene der Formel 1.

1988 stellte sich bei ihm ein junger Rennfahrer namens Michael Schumacher vor. Weber nahm den damals 19-Jährigen unter seine Fittiche und finanzierte Schumachers Einstieg in den professionellen Motorsport.

Die unglaubliche Erfolgsgeschichte, die daraus entstand, ist bekannt.

Nachdem Sebastian Vettel vergangenes Wochenende in Monza sensationell seinen ersten Grand-Prix-Sieg feierte, machte der Schumi-Manager ihm über die "Bild" ein Angebot.

Er soll den Toro-Rosso-Piloten sogar mit 100 Millionen Euro für die nächsten zehn Jahre gelockt haben.

Noch keine Million verdient

Aber Vettel lehnte das verlockende Angebot ab. Er bleibt bescheiden und will sich weiter selbst um seine Interessen kümmern, was in Formel-1-Kreisen eher unüblich ist.

"Er macht wirklich alles selbst und hat sicher noch keine Million verdient", sagte Vettels Vater Norbert der "Bild".

Der 21-jährige Heppenheimer ergänzte: "Ich werde mein Leben nicht verändern ? überhaupt nicht! Ich sehe nicht, warum ich was anders machen sollte. Ich mache mein Zeug wie zuvor."

Vettel kümmert sich selbst

Bisher hat sich Vettel auch um alles selbst gekümmert. Nur seine Verträge lässt er, bevor er sie unterzeichnet, von einem Anwalt prüfen.

In der Formel 1 gibt es wenige Piloten, die das ähnlich machen. Lewis Hamilton und Nelson Piquet werden zwar auch nur von ihren Vätern betreut, aber ganz ohne Manager macht das sonst keiner.

Anders war es bei Michael Schumacher. Dem verhalf Weber zu äußerst lukrativen Verträgen.

Holt Schumi Vettel zu Ferrari?

Und mit dem siebenmaligen Weltmeister verbindet Vettel seit einigen Jahren eine gute Freundschaft. Schumi arbeitet bei Ferrari als Berater.

Deshalb hofft so mancher Fan, dass der 39-Jährige seinen Freund Vettel zu Ferrari lotsen wird.

Daran glaubt Ralf Schumacher, der bis 2005 ebenfalls mit Willi Weber zusammenarbeitete, aber vorerst nicht.

"Er träumt von Erfolgen mit Red Bull"

"Derzeit steht Sebastian bei Red Bull und Dietrich Mateschitz unter Vertrag. Ich wüsste nicht, warum Didi einen solch talentierten Fahrer gehen lassen sollte. Vielleicht ergibt es sich irgendwann. Aber ich glaube, dass es Sebastians Traum wäre, mit Red Bull erfolgreich zu sein", sagte er "Bild.de"

Dass Vettel bei Red Bull schlechtere Chancen haben könnte als bei Ferrari, glaubt Schumacher nicht.

"Adrian Newey und seine Mannschaft scheinen dazu in der Lage zu sein, ein Auto zu bauen, das gewinnen kann."

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