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Bei den jungen Mädchen hoch im Krus: Fernando Alonso © imago

Kimi Räikkönen und Fernando Alonso genießen die Freizeit abseits des Formel-1-Troubles. Der Weltmeister vergnügt sich beim Eishockey und der Spanier spielt den "Oberlehrer".

Von Benjamin Bauer

Auf dem Asphalt läuft es derzeit für Kimi Räikkönen und Fernando Alonso nicht zufriedenstellend. Grund genug, dem Formel-1-Alltag zu entfliehen und sich auf anderesTerrain zu begeben.

Der Finne wechselte von Slicks auf Kufen und frönte einer großen Leidenschaft: dem Eishockey.

Der amtierende Champion nahm an einem Training der Schweizer Eishockey-Mannschaft "ZSC Lions" teil. Den Kontakt zu dem Verein stellte laut "'Radio 24" der Torwart des Schweizer Meisters, Räikkönens Landsmann Ari Sulander, her.

Dem Name alle Ehre

Ein Lob erntete Räikkönen nach der Einheit von Beat Foster: "Es gibt Schweizer Spieler, die haben kein so gutes Spielverständnis wie Kimi", so der Verteidiger.

Doch der Iceman reagierte auf die Bitte um eine Stellungnahme kurz, bündig und wie es seinem Namen gebührt: "Es war cool."

Lehrer Alonso

Selten sind die Schüler der "Chamerbi"-Schule in Madrid wohl so gern in den Unterricht gegangen. Kein Wunder, denn ein echter Formel-1-Weltmeister spielte den Pauker und begrüßte 400 Schüler in der Aula.

Wie die spanische Zeitung "Marca" berichtet, hatte Fernando Alonso seinen Spaß, war ein Star zum Anfassen und erntete positives Feedback von den Schülerinnen. "Fernando, du siehst in Natura viel besser als sonst", schwärmte ein Mädchen.

Gern weiter im Renault

Der Spanier wirkte locker und beantwortete bereitwillig viele Fragen.

"Glück ist für mich ein Sieg in der Formel 1. Aber dafür muss man leiden können. Als ich damals hinterher fuhr, hat das niemanden interessiert. Ich möchte aber auf der Siegerseite stehen. Das geht zurzeit wohl nur im Ferrari oder McLaren. Das verschiebt sich aber immer wieder und man weiß nicht, wer in den kommenden fünf oder sechs Jahren vorne sein wird. Ich hoffe, wir sind das."

Zu seiner Zukunft gab der Renault-Pilot auch den Schülern nur eine Tendenz: "Ich würde gern im kommenden Jahr bei Renault bleiben. Ich fühle mich im Team wohl und habe viele Erfolge mit ihnen gefeiert. Ich möchte mit ihnen zusammen im kommenden Jahr wieder in die Erfolgsspur finden. In diesem Jahr ist das Auto sicherlich nicht so gut. Wir beraten uns zurzeit, wie und in welcher Form es voran gehen könnte. Aber es gibt auch andere interessante Optionen."

Zurück in die reale Welt

Bei anderen Fragen war der Spanier dann auskunftsfreudiger. Speziell der Mensch Alonso interessierte die Schüler. Und der 27-Jährige erzählte, wie wichtig die Familie sei: "Die Unterstützung der Familie ist enorm wichtig. Wir leben beim Rennen in einer künstlichen Welt, nicht in der Realität. Wenn man Erfolg hat, wird viel applaudiert und es gibt viele Schulterklopfer. Wenn es nicht läuft, bist du allein. Zuhause bin ich dann nicht der Pilot Fernando, sondern der Bruder oder Sohn. Die Familie bringt einen zurück in die reale Welt."

Auch in sein Leben nach der Formel 1 gab Alonso Einblicke: "Ich kann mir nach meinen Erfolgen nicht vorstellen, irgendwo anders zu fahren. Wenn man Nummer 1 im Tennis war, fängt man ja auch nicht danach an, Ping-Pong zu spielen."

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