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Bernie Ecclestone liegt auf der Liste der reichsten Briten auf Platz 13 © getty

Der Formel-1-Boss findet den Tod der brasilianischen Ikone zwar "tragisch", doch er betont auch explizit den "Publicity-Effekt".

Von Sebastian Binder

München - Bernie Ecclestone kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen.

Nach seinen heftig kritisierten Äußerungen über Adolf Hitler, trat der Formel-1-Boss nun in das nächste Fettnäpfchen.

In einem Interview mit der brasilianischen Zeitung "Folha de Sao Paolo" sagte Ecclestone, dass der tragische Unfalltod der Formel-1-Ikone Ayrton Senna 1994 auch seine guten Seiten hatte (DATENCENTER: Alle News zur Formel 1).

"Publicity war gut für die Formel 1"

Zwar nannte Ecclestone den Unfall des Brasilianers "tragisch", doch sagte er gleichzeitig: "Die dadurch generierte Publicity war so groß, das war gut für die Formel 1."

Der Formel-1-Macher hielt mit der Begründung für diese bizarr anmutende Logik auch nicht hinter dem Berg.

"Es ist schade, dass wir Ayrton verlieren mussten, aber es ist passiert", wurde Ecclestone zitiert. "Dieses Ereignis hat so viele Menschen interessiert, die davor nichts über diesen Sport wussten und sich erst dadurch für die Formel 1 zu interessieren begannen."

Scharfe Kritik an "Hitler-Aussagen"

Es ist nicht die erste verbale Entgleisung, die sich Ecclestone in der letzten Zeit geleistet hat. Für scharfe Kritik sorgten seine Äußerungen, die er im Bezug auf Adolf Hitler in der Londoner "Times" getätigt hat.

Dort hatte Ecclestone positiv hervorgehoben, dass Hitler "viele Menschen kommandieren und etwas auf die Beine stellen konnte."

In diesem Zusammenhang wurden auch Rücktrittsforderungen gegen den Formel-1-Boss laut. Insbesondere von jüdischen Organisationen hagelte es in der Folge massive Kritik.

"Ecclestone ist ein Idiot"

"Mister Ecclestone ist entweder ein Idiot oder moralisch abstoßend", sagte beispielsweise Stephen Pollard, Herausgeber des "Jewish Chronicle".

Auch mit seinen Aussagen in Bezug auf Ayrton Senna dürfte sich der Formel-1-Boss keine neuen Freunde gemacht haben.

Seinem Chef Martin Sorrell, der für die Investmentgesellschaft CVC die Formel-1-Interessen vertritt, ist der launige 78-Jährige schon längst ein Dorn im Auge. Mit den Senna-Statements hat Ecclestone wohl weiteren Kredit verspielt.

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