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Zusammen mit Michael Schumacher (r.) war es Jean Todt lange gewohnt Erfolge zu feiern © getty

Jean Todt beerbt Max Mosley. Ari Vatanen gibt sich enttäuscht, Michael Schumacher freut sich. Die Stimmen zur Wahl.

Paris - Die Würfel sind gefallen und die Weichen für die Zukunft der Formel 1 gestellt.

Der Franzose Jean Todt wurde zum neuen Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA gewählt und setzte sich dabei gegen den früheren Rallye-Weltmeister Ari Vatanen aus Finnland durch.

Der 63 Jahre alte frühere Ferrari-Sportchef wird Nachfolger des Briten Max Mosley.

Der war nach 16 Jahren an der Spitze des Verbandes nicht mehr angetreten.

Sport1.de hat die Stimmen zur Wahl zusammengefasst.

Jean Todt (neuer FIA-Präsident): "Ich bin erleichtert. Es war eine extrem fesselnde Erfahrung. Ich liebe es zu handeln, einen Unterschied zu machen. Ich freue mich jetzt darauf, die ganzen Länder zu sehen, die meine Kandidatur unterstützt haben. Jetzt müssen alle die gleichen Ziele verfolgen, auch die, die mich nicht unterstützt haben. Ich schließe für niemanden die Tür."

Ari Vatanen (unterlegener Kandidat): "Ich hatte gedacht, dass mehr Leute für mich stimmen, aber offenbar haben die Delegierten Druck verspürt. Es ist sehr schwer, dieses Regime zu erneuern. Ich hoffe, dass die FIA demokratischer wird, aber bis jetzt ist das nur ein frommer Wunsch."

Nicolas Sarkozy (französischer Staatspräsident): "Ich bin sehr erfreut über diese Wahl. Es ist in der Tat sehr wichtig, dass Frankreich in den höchsten internationalen Sportgremien vertreten ist."

Michael Schumacher (Formel-1-Rekordweltmeister): "Das ist positiv, sehr positiv. Ich habe hautnah miterlebt, wie klar und deutlich Jean die Wahl zum FIA-Präsidenten gewonnen hat: 135 zu 49 Stimmen, da muss man gar nichts weiter sagen. Der richtige Mann hat gewonnen. Natürlich freue ich mich sehr für ihn, denn sowohl als Freund als auch als Motorsportler war ich ja schon von Anfang an davon überzeugt, dass er der kompetentere Mann dafür ist. Vor allem glaube ich, dass er mit seinem team-betonten Führungsstil einen frischen Wind bringen wird, der der FIA gut tun wird. Es wartet jetzt eine große Herausforderung auf Jean, aber ich habe noch keine Herausforderung erlebt, der er nicht gewachsen gewesen wäre."

Ralf Schumacher (DTM-Pilot): "Jean Todt war die richtige Wahl, weil er einfach jemand ist, der die gesteckten Ziele auch umsetzt. Das hat er bei Peugeot und Ferrari in verantwortlicher Position bereits bewiesen. Sein Arbeitspensum ist schier unglaublich."

Luca di Montezemolo (Ferrari- und FOTA-Präsident): "Ich sende Jean Todt in seiner neuen Rolle meine besten Wünsche. Ich habe immer seine Fähigkeiten, Hingabe und Engagement geschätzt. Ich bin sicher, dass unter seiner Führung der Verband modernisiert und ein Klima für offene Dialoge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Teams und der FOTA geschaffen wird."

Norbert Haug (Mercedes-Sportchef): "Wir gratulieren Jean Todt herzlich zur Position des neuen FIA-Präsidenten und freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit, bei der vor allem weitere Kostensenkungen in der Formel 1 und weitere kostenlose Mehrwerte für das Formel 1-Publikum im Mittellpunkt stehen sollen."

John Howett (Toyota-Motorsportpräsident und FOTA-Vize): "Ich bin überzeugt, dass Jean Todts Präsidentschaft eine Chance für alle Formel-1-Beteiligten bietet, sich unter seiner Führung zu einigen und für eine Stärkung unseres Sports zusammenzuarbeiten."

Kris Nissen (Volkswagen-Motorsportdirektor): "Wir gratulieren Jean Todt zur Wahl zum FIA-Präsidenten. Er hat in der Vergangenheit sehr erfolgreich in den Bereichen Rallye, Sportwagen und Formel 1 gearbeitet und ist sicher der richtige Mann für diese verantwortungsvolle Aufgabe. Wir von Volkswagen Motorsport freuen uns auf die Zusammenarbeit."

Peter Meyer (ADAC-Präsident): "Der ADAC gratuliert dem neuen FIA-Präsidenten Jean Todt zu seiner Wahl und wünscht ihm viel Erfolg an der Spitze dieses Weltverbandes. Für die Zukunft erwartet der ADAC im Interesse der Mobilität eine konstruktive Zusammenarbeit mit der neuen FIA-Spitze. Der Club wird die weitere Entwicklung der FIA intensiv beobachten und darauf achten, ob der neu gewählte Präsident seine Versprechungen einhält."

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