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Von 2000 bis 2004 gewann Jean Todt mit Ferrari insgesamt zehn Weltmeistertitel © getty

Die europäische Presse bejubelt die Wahl von Jean Todt zum neuen FIA-Präsidenten, der nach 16 Jahren Max Mosley ablöst.

München - Der neue Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA heißt Jean Todt .

Der 63-jährige Franzose setzte sich bei der Wahl am Freitag gegen den finnischen EU-Parlamentarier und früheren Rally-Weltmeister Ari Vatanen durch.

Der ehemalige Ferrari-Sportchef Todt beerbt somit May Mosley, der sich nach über 16 Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wahl aufstellte.

Sport1.de hat die Pressestimmen zur Wahl zusammengefasst.

Italien

Gazzetta dello Sport: "Todt stellt seine neue FIA vor. Endlich beginnt die Ära nach Mosley. Der Franzose verspricht Harmonie in der FIA nach den turbulentesten Monaten in der Geschichte der Formel 1. Todts Wahl ist auch ein Erfolg für Ferrari, Montezemolo feiert die Wahl seines ehemaligen Sportdirektors. Jetzt heißt es, in der Formel 1 wieder den Sport in den Vordergund zu stellen."

Corriere dello Sport: "Mit Todt beginnt eine neue Epoche, die indirekt im Zeichen Ferraris steht. Die Wahl Todts erfolgte im Zeichen der Kontinuität. Der Franzose wird in mehreren Aspekten auf Mosleys Spuren wandeln. Die Delegierten haben offenkundig Angst vor dem total Neuen gehabt, das Todts Rivale repräsentierte."

Supersport: "Todt ist bereit, eine neue Formel 1 aufzubauen, stellt aber sofort klar, dass er keine Änderungen nur um der Änderungen willen durchführen wird. Für Ferrari ist Todts Wahl eine Garantie. Montezemolo ist zufrieden: 'Jetzt kann man endlich wieder die Arbeit aufnehmen und sich ganz auf Leistungen konzentrieren.'"

La Repubblica: "Todt wird Mosleys Nachfolger, doch es ist keine Revolution in der Formel 1 zu erwarten. Jetzt hofft man, dass man das turbulenteste Jahr in der Geschichte der Formel 1 vergessen kann. Jetzt heißt es, wieder auf Stabilität zu sezten. Todt könnte dafür ein Garant sein."

ENGLAND

The Times: "Der deutliche Wahlerfolg des Franzosen bedeutet gleichzeitig eine Niederlage für Ari Vatanen, den ehemaligen Rally-Champion und Europapolitiker aus Finnland, der die FIA von einer neuen Strategie und einer Abkehr von Mosleys Prinzipien überzeugen wollte. Todt war Mosleys Wunschkandidat. Seine Wahl wurde begleitet von Spekulationen, dass er Michael Schumacher, dem siebenmaligen Weltmeister, einen Posten im Management der Formel 1 anbieten wird. Bernie Ecclestone, der sich stets auf Mosley als seinen Vollstrecker verlassen konnte, wird sich über einige ruhigere Jahre unter Todt freuen, dessen Kandidatur seine volle Unterstützung genoss."

The Sun: "Dieser 'Schuh' passt Todt. Der neue FIA-Präsident Jean Todt möchte seinen engen Freund Michael Schumacher in sein Motorsport-Team holen. Todt sagte: 'Er ist wie ein Sohn für mich. Es gab immer einen Platz für ihn an meiner Seite und es wird auch immer einen Platz für ihn geben.'"

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