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Nico Rosberg während des Trainings zum Singapur-GP bei einem Boxenstopp. © imago

Dem Williams-Pilot bereitet die ungewöhnliche Rennzeit in Singapur derartige Probleme, dass er sogar kurz am Steuer einnickt.

Von Andreas Kloo

München/Singapur - Ob die Rennfahrer mit dem ungewohnten Flutlicht zurechtkommen würden, war das beherrschende Gesprächsthema vor dem ersten Nachrennen der Formel-1-Geschichte.

Doch das fehlende Tageslicht scheint die geringste Herausforderung für die Piloten zu sein. Weitaus schwieriger ist es für die Fahrer, sich auf die ungewohnte Rennzeit einzustellen.

Das Rennen findet um 20 Uhr Ortszeit statt, beim Qualifying (ab 15.45 Uhr LIVE )müssen die Fahrer sogar erst zur eigentlichen Schlafenszeit um 22 Uhr ihre Runden drehen. Auch das erste Freie Training begann um 20 Uhr. Solche Zeiten sind nur etwas für echte Nachteulen.

Zum Glück gerade an der Box

Nico Rosberg scheint nicht zu dieser Gattung zu gehören. Im Training zum Grand Prix schlief der Williams-Pilot tatsächlich kurz am Steuer ein.

"Ich bin im Auto kurz eingenickt! Die Jungs haben was repariert, da bin ich eingeschlafen", gab Rosberg laut "motorsport.total.com" zu.

Glücklicherweise stand der 23-Jährige dabei an der Box. Auf der Strecke hätte dieser "Sekundenschlaf" böse Folgen haben können.

Lange Schlafen als Gegenmittel

Schon vor der Reise nach Fernost hatten die Teams sich Gedanken über die veränderten Rennzeiten gemacht.

"Da alle Trainings und Rennen erst abends stattfinden, sollten wir uns nicht an die Ortszeit gewöhnen, denn der Zeitplan des Rennens ist wie bei einem europäischen Grand Prix", erklärte Lewis Hamilton vorab.

Der Plan vieler Fahrer sah so aus: vormittags lange schlafen, und erst am frühen Nachmittag frühstücken.

Fitnesstraining um 2.30 Uhr

Bei Rosberg ist dieser Plan wohl nicht ganz aufgegangen. Und das, obwohl er schon tags zuvor versuchte, sich an die Nachtaktivität zu gewöhnen.

Um 2.30 Uhr Ortszeit wurde er im Fitness-Bereich seines Hotels gesichtet. "Die Reinigungsfrauen haben mich angeschaut, als ob ich aus dem Weltraum käme", berichtete der Wiesbadener.

Nach dem Nickerchen fuhr Rosberg im ersten Freien Training immerhin auf Platz sechs.

Vielleicht hat sich Rosberg auch am Vorbild von Top-Managern orientiert. Die nutzen ein sogenanntes "Power-Napping" dazu, um binnen weniger Minuten wieder zu Kräften zu kommen..

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