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Frustierender Arbeitstag: Felipe Massa stellt seinen Ferrari im Parc Ferme ab © getty

Massa nimmt nach dem Tankunfall den Mechaniker in Schutz. Der Sieger kann sein Glück kaum fassen. Die Stimmen zum Singapur-GP.

München - Nach dem Qualifying zum Großen Preis von Singapur schwärmte Ferrari-Pilot Felipe Massa noch von seiner "perfekten Runde".

Am Samstag lief für den Brasilianer alles nach Plan, überlegen sicherte er sich die Pole Position.

Im Rennen in der Nacht von Singapur ging bei dem WM-Zweiten dagegen so gut wie alles schief.

Nach dem Start in Führung liegend konnte Massa gerade noch rechtzeitig Fahrzeugteilen auf der Stecke ausweichen.

Beim Boxenstopp dann der riesige Patzer. Massa bekommt Grünes Licht, fährt los, reißt aber den Tankschlauch samt Mechaniker mit. "Wir sind alle Menschen und machen Fehler", sagte er anschließend. Nach dem Unfall bekam der 27-Jährige noch eine Durchfahrtstrafe aufgebrummt.

Während alle Fahrer über die Hitze stöhnten, hatte Nick Heidfeld im BMW-Sauber keine Probleme: "Weil mein Rennen nicht anstrengend war". Ex-Weltmeister Fernando Alonso konnte sein Glück kaum fassen.

Sport1.de hat die Stimmen zum Singapur-Grand-Prix zusammengestellt:

Fernando Alonso (Renault, Platz 1): "Erster Podium-Platz der Saison und erster Sieg. Ich bin wahnsinnig glücklich. Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich brauche ein paar Tage, um zu realisieren, dass wir dieses Jahr ein Rennen gewonnen haben. Es schien während der ganzen Saison unmöglich, den Jungs da vorne näher zu kommen. Seit Freitag waren wir konkurrenzfähig. Ich hatte Pech im Qualifying. Wir sind von hinten gestartet und das Safety Car hat mir sehr geholfen, das Rennen zu gewinnen"

Nico Rosberg (Williams-Toyota, Platz 2): "Als ich reinkommen musste, sah ich, dass das Safety Car draußen war. Die Crew sagte 'komm diese Runde rein'. Es ist jedes Mal das gleiche mit den Safety-Car-Regeln. Ich habe mich sehr geärgert. Ich dachte, das ist das Ende. Aber dann sah ich, dass ich sogar nach dem Stopp eine Lücke reißen kann."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes, Platz 3): "Ich kann mich wirklich nicht beschweren. Mit den sieben Punkten bin ich ziemlich glücklich. Ich habe versucht, Nico nach dem zweiten Restart so nah wie möglich zu kommen und dann zu sehen, ob ich die Möglichkeit bekomme, vorbei zu gehen. Ich brauchte nichts zu riskieren, da beide Ferrari außerhalb der Punkte waren."

Timo Glock (Toyota, Platz 4): "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich habe keine Fehler gemacht und der vierte Platz ist ein gutes Ergebnis. Es war sehr hart unter diesen Bedingungen und bei solch einer holprigen Strecke war es nicht sehr angenehm zu fahren. Ich bin mir sicher, dass ich das morgen zu spüren bekomme. Mein Ziel am Anfang der Saison waren 20 Punkte in der Gesamtwertung und ich bin sehr zuversichtlich, das in den letzten drei Rennen noch zu erreichen."

Sebastian Vettel (Toro Rosso, Platz 5): "Im Großen und Ganzen war es ein gutes Rennen für uns, auch wenn das Safety Car nicht geholfen hat. Es war für jeden ein schwieriges Rennen, aber das Wichtigste ist, dass ich in die Punkte gefahren bin. Das Schwierigste war, mit der Hitze klarzukommen und sich darauf zu konzentrieren, keine Fehler zu machen. Ich habe versucht, das Auto auf der Strecke zu halten, aber trotzdem wie verrückt Druck zu machen. Es war eines der härtesten Rennen der Saison, aber mit all dem was passiert ist, ist es das beste Ergebnis, das wir erreichen konnten."

Nick Heidfeld (BMW-Sauber, Platz 6): "Obwohl man sich im Grunde nicht beschweren kann, wenn man von Startplatz neun aus Sechster wird, finde ich es unheimlich schade, dass ich heute keine Chance hatte, meinen wahren Speed zu zeigen. Mein Auto war sehr gut, und ich hätte viel schneller fahren können, wenn ich nicht ständig im Verkehr festgesteckt hätte. Ich habe sogar Sprit gespart und die Reifen geschont, weil ich hoffte, dass die anderen sich ihre Reifen ruinieren und ich dann später angreifen kann. Jedenfalls habe ich kaum geschwitzt, weil mein Rennen einfach nicht anstrengend war."

Felipe Massa (Ferrari, Platz 13): "Ich sah die grüne Ampel und fuhr los. Das Grün kam im falschen Moment. Deswegen habe ich den Tankschlauch mitgerissen. Es war menschliches Versagen. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wofür ich bestraft wurde, aber wenn wir etwas falsch gemacht haben, dann verdienen wir auch eine Durchfahrstrafe. Ich kenne die Regeln nicht so genau. Dann hatte ich einen Reifenschaden und ich musste viel früher wieder an die Box kommen als geplant. Es war ein sehr schwieriger Tag für uns."

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