vergrößernverkleinern
Nick Heidfeld und Fernando Alonso rauschen beim GP in Monaco ineinander © imago

Die Formel-1-Teams planen, die Rennwochenenden zu revolutionieren: Vor allem der Freitag soll ein straffes Paket liefern.

Von Michael Spandern

München - Rennwochenenden des jetzigen Formats könnten in der Formel 1 schon bald Geschichte sein.

Zumindest die Teams streben radikale Veränderungen an, um die Königsklasse des Motorsports noch attraktiver zu machen.

Der gesamte Ablauf eines Wochenendes steht bei der neu erschaffene Formula One Teams' Association (FOTA) zur Debatte, berichtet "autosport".

Der Fokus liege dabei auf dem Freitag, an dem momentan zwei lange, freie Trainingssessions auf dem Programm stehen, bestätigte McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh, der die AG Sport innerhalb der FOTA leitet.

Von wegen diszipliniertes Testen

Ein Vorschlag sieht nun vor, stattdessen eine kürzere Session durchzuziehen, während derer es im K.o.-Modus um Bares gehen könnte. Dieses Shootout soll mehr Fans als bisher an die Strecken locken.

"Momentan haben wir Freitags auf dem Papier einen Testtag, doch tatsächlich testet doch keiner normal und diszipliniert", findet Whitmarsh. "Wir bereiten uns stattdessen aufs Rennen vor."

Wer glaube, die Teams würden sich zwei Tage vor dem Rennen auf derselben Strecke auf Ingenieurstätigkeiten beschränken, müsse verrückt sein, fügte er an.

Ein teures Einläuten

"Aber hat das Unterhaltungswert? Hilft das der Show? Oder sollten wir vielleicht etwas tun, die Session auf 45 Minuten beschneiden, völlig andere Reifen, ganz harte, aufziehen lassen und einen Mini-Wettkampf erfinden, bei dem der Schnellste eine Million Dollar erhält?"

Whitmarsh glaubt, dass dies das Wochenende mit Nachhall einläute, da es ein unabhängiger Programmpunkt sei, der neue Strategien hervorbrächte.

Und er hält das Vorab-Spektakel nicht für ein Hirngespinst: "Zumindest realisieren die Leute, dass wir etwas tun müssen, und ich glaube, wir führen eine ziemlich kreative Diskussion. Ich hoffen, wir werden bis Japan oder Schanghai einige Ergebnisse erzielen."

Anschließend müsse die FOTA die Vorschläge gutheißen und an die FIA weiterleiten, die dann darüber befindet.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel