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Kimi Räikkönen wechselte 2006 von McLaren zu Ferrari © getty

Aussichtlos in der WM zurück und seit Monaten ohne Sieg. Jetzt räumt Weltmeister Kimi Räikkönen seine aussichtslose Lage ein.

Von Marc Ellerich

München - Der letzte Grand Prix in Singapur fand zu später Stunde statt, aber um den aktuellen Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen war es bereits vorher ziemlich finster.

Schon vor dem 15. Rennen der Saison war der finnische Ferrari-Pilot im Kampf um die WM fast aussichtslos zurückgefallen. Beim ersten Asien-Rennen schied Räikkönen wenige Runden vor Schluss aus - was ziemlich genau ins Bild passt.

Nachdem der einstige Vorzeige-Pilot in der Vergangenheit immer wieder beschönigende Worte für seine Situation gebraucht hatte, räumt Räikkönen nun ein, dass ihn sein desaströser Saisonverlauf selbst ratlos macht.

"Einfach nicht mein Jahr"

"Es ist schwierig, die richtigen Worte zu finden", leitete der Finne seine Ablass-Rede auf der offiziellen Web-Site der Scuderia (www.ferrariworld.com) ein: "Egal ob ich nachts oder tagsüber fahre, es ist einfach nicht mein Jahr."

"Ich bin ziemlich unglücklich über meine Lage", erklärte Räikkönen weiter, um schließlich zu bekennen: "Ich kann diese schwarze Serie nicht mehr erklären."

Der "Iceman", der als derzeitiger WM-Vierter mit 57 Zählern aussichtslos hinter dem Führenden Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes zurückliegt, räumte ein, dass er die Möglichkeiten seines Boliden nicht nutzen kann.

Kontrolle verloren

"Wir hatten wieder einmal den richtigen Speed", räumte er mit Blick auf das Singapur-Rennen ein: "Aber nicht, als es darauf ankam. Die schnellsten Runden nützen dir nichts, wenn du sie nicht umsetzen kannst, wenn es zählt."

Sein Ausscheiden beim ersten Nacht-Grand-Prix der Formel-1-Geschichte erklärte Räikkönen folgendermaßen: "Ich kam auf Platz fünf nach vorne und war im schnelleren Auto hinter Glock. Ich wartete auf den richtigen Moment, um ihn zu überholen, aber ich traf einen sehr hohen Kerb. Das Auto hob ab, und ich konnte es nicht kontrollieren."

Hoffen auf einen Sieg

Das ernüchternde Ergebnis: "Ich traf die Mauer und das Rennen war vorbei. Es tut mir Leid für das Team, es tut weh, diese Punkte zu verlieren."

Nun hofft der "Iceman", der auch 2009 im Ferrari-Cockpit sitzen wird, in den letzten drei Rennen dieses Jahres auf einen Sieg, um die Saison halbwegs versöhnlich abzuschließen.

Seinen letzen Grand-Prix-Erfolg hatte Räikkönen im April beim Rennen in Barcelona gefeiert.

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