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Bernie Ecclestone vermarktet seit Anfang der Siebziger die Formel 1 © getty

F-1-Boss Bernie Ecclestone will den kleinen Rennställen aus ihrer Finanzklemme helfen. Die Prämien sollen neu verteilt werden

Von Marc Ellerich

München - Formel-1-Mogul Bernie Ecclestone entdeckt sein Herz für die kleinen Teams.

Nach einem Bericht von "autosport.com" will der Brite den kleineren Rennställen durch eine Neuverteilung der Preisgelder aus ihrer klammen Finanzlage helfen.

Nach Ecclestones Plan soll der alte Verteilungsschlüssel ganz aufgegeben werden und die Prämien künftig gleichmäßig ausgeschüttet werden.

"Eine gute Lösung"

Bisher fällt mehr Geld an ein Team, je erfolgreicher dieses agiert.

Bei einigen Rennställen stößt das Vorhaben offenbar auf Zustimmung. "Das wäre eine gute Lösung, um allen Teams eine finanzielle Grundlage zu geben, ohne die Top-Teams zu sehr zu beschneiden", lässt sich ein Verantwortlicher anonym zitieren.

Der Team-Manager weiter: "Die siegfähigen Teams werden ohnehin höhere Sponsoren-Einnahmen generieren. Siegen lohnt sich auch weiterhin."

360 Millionen Euro Prämien

Demnächst soll der Vorschlag in der Team-Organisation FOTA diskutiert werden.

Laut einer Schätzung schüttet die Formel 1 jährlich 360 Millionen Euro an die zwanzig Rennställe aus.

Die grundsätzliche Problematik schilderte Rennstall-Eigner Frank Williams: "Die Teams, die das Meiste bekommen - also Ferrari und McLaren - haben enorm viel Geld und können immer mehr ausgeben." Die kleinen Rennställe hätten nie eine echte Chance.

Ein weiterer konkreter Hintergrund des Ecclestone-Vorhabens ist der Crash des Super-Aguri-Teams: Anfangs der Saison war der Rennstall wegen Geldproblemen zurückgezogen worden.

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