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Nick Heidfeld liegt in der WM mit 56 Punkten auf Rang 5 © getty

Aufatmen bei "Quick Nick": Überraschend bestätigen die Weiß-Blauen den Deutschen für die Saison 2009. Auch sein Partner bleibt im Team.

München - Mit Nick Heidfeld und Robert Kubica greift BMW 2009 nach den Sternen und will die Top-Teams McLaren-Mercedes und Ferrari von der Überholspur drängen.

"Wir wollen um den WM-Titel mitkämpfen", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen am Montag.

Zuvor hatte der Formel-1-Rennstall dem Rätselraten und allen Spekulationen um die Fahrerpaarung ein Ende gesetzt.

Vor allem "Quick Nick" galt lange Zeit als Wackelkandidat.

Die Münchner bestätigten den Mönchengladbacher Heidfeld und den Polen Kubica als Duo für den Angriff auf die Krone der Königsklasse.

Test- und Ersatzfahrer bleibt der Österreicher Christian Klien.

"Nick hatte eine harte Phase"

Theissen begründete die Entscheidung zugunsten Heidfelds mit dessen Steigerung im Saisonverlauf.

"Nick hatte eine durchaus harte Phase nach den Überseerennen", sagte der 56-Jährige einen Tag vor dem Abflug zum drittletzten Saisonrennen in Fuji, wo am Sonntag der Große Preis von Japan stattfindet: "Wir haben in den zurückliegenden Rennen sehr gute Fortschritte gesehen und daraufhin die Entscheidung jetzt zeitnah zum Wochenende hin getroffen."

Fünf Deutsche für 2009

Damit werden auch in der kommenden Saison alle aktuellen fünf deutschen Fahrer am Start sein.

Neben Heidfeld war Toro-Rosso-Pilot und Senkrechtstarter Sebastian Vettel beim Mutterstall Red Bull bereits bestätigt worden. Nico Rosberg fährt zudem genauso weiter für sein aktuelles Team Williams wie Timo Glock (Toyota) und Adrian Sutil (Force India).

Heidfelds Tage schienen gezählt

Theissen sagte weiter, man habe in Nick und Robert eine starke Fahrerpaarung und in Christian einen erfahrenen Testpiloten: "Wir sind überzeugt, dass wir mit ihnen unsere ambitionierten Ziele auch im vierten Jahr erreichen werden."

Vor allem an Heidfeld war im Laufe der Saison immer wieder Kritik laut geworden. Die Tage des 31-Jährigen schienen schon gezählt, nachdem ihm der acht Jahre jüngere Teamrivale besonders in der ersten Saisonhälfte davongefahren war.

Im Qualifying hatte zunächst stets der Pole die Nase vorn, in bislang 15 von 18 Saisonrennen startete Kubica zwölfmal von einer besseren Position als Heidfeld.

Probleme im Qualifying

"Die Schwäche, die er hatte, bezog sich ja weniger auf den Speed im Rennen und schon gar nicht auf seine Qualitäten als Überholer", sagte Theissen über Heidfeld: "Sondern dass er im Qualifying in der einen Runde nicht die nötige Zeit zusammengebracht hat, damit am Start zu weit hinten stand und dadurch geringe Chancen hatte, gut zu punkten."

Im weiteren Saisonverlauf hatte sich der deutsche Pilot stabilisiert und beim Großen Preis von Belgien in Spa Platz zwei belegt.

Ursprünglich sollte die Entscheidung über das Fahrer-Duo für 2009 schon im Sommer fallen, doch nach Heidfelds schwachem Start verschob das Team die Bekanntgabe.

Scheiterten Verhandlungen mit Alonso?

Als möglicher Nachfolger war immer wieder der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso gehandelt worden.

Der Spanier dürfte nach seinem überraschenden ersten Saisonsieg zuletzt beim ersten Nachtrennen in Singapur aber wohl auch in der kommenden Saison für Renault an den Start gehen. Auf die Frage, ob man vermuten könnte, dass das Team mit Alonso nicht überein gekommen sei, sagte Theissen: "Das könnte man, kann ich aber nicht bestätigen."

Warten auf den ersten Sieg

Der 23 Jahre alte Kubica, der dem Team beim Großen Preis von Kanada in Montreal den ersten Sieg überhaupt beschert hatte, galt bei den Münchnern ohnehin als gesetzt.

Heidfeld wartet nach 147 Starts noch auf den ersten Sieg in der Königsklasse.

Kubica belegt vor dem letzten drei Saisonrennen mit 64 Punkten hinter den beiden Titelrivalen Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/84 Punkte) und Felipe Massa (Ferrari/77) den dritten Rang in der Fahrer-Wertung. Heidfeld ist mit 56 Zählern Fünfter.

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