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Für Piquet, Senna und Alonso (v.l) ist die Zukunft noch ungewiss © SPORT1

Heidfeld bleibt bei BMW. Nach der überraschenden Personalentscheidung blickt Sport1.de auf den Fahrermarkt in der Formel 1.

Von Manuel Krons

München - Bei BMW-Sauber sind die Würfel gefallen.

Nick Heidfeld und Robert Kubica sollen auch im nächsten Jahr für die Weiß-Blauen in der Formel 1 am Steuer sitzen.

"Ich freue mich sehr über die Bestätigung und über das Vertrauen, das das Team in mich setzt", erklärte "Quick Nick" am Montag im Anschluss an die Entscheidung des Teams.

Die Personalentscheidung des deutsch-schweizerischen Rennstalls war allerdings auch eine Absage an Doppelweltmeister Fernando Alonso, der derzeit bei Renault ein Dasein im Mittelmaß fristet und zuletzt häufig mit BMW in Verbindung gebracht wurde.

Nicht nur für ihn schwinden die Optionen gegen Ende der Saison, in der die Gerüchteküche wie gewohnt auf Hochtouren brodelt.

Sport1.de gibt einen Überblick über die aktuelle Situation auf dem Fahrermarkt:

Die Top-Teams

Mit BMW-Sauber hat der letzte der großen Drei (Ferrari, McLaren, BMW) seine Fahrerpaarung für 2009 bekanntgegeben. McLaren-Mercedes hatte bereits Ende Juli erklärt, mit dem Finnen Heikki Kovalainen auch im kommenden Jahr antreten zu wollen. Teamkollege und WM-Leader Lewis Hamilton hat ohnehin einen Vertrag bis 2012 bei den Silberpfeilen.

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Die deutschen Fahrer

Neben Nick Heidfeld haben auch Nico Rosberg (Williams) und Adrian Sutil (Force India) ihren Platz im Cockpit über das Saisonfinale hinaus gesichert. Letzterer erfüllt beim Team von Milliardär Vijay Mallya bis Ende 2009 seinen Dreijahresvertrag.

Sebastian Vettel wechselt nach der Saison von Toro Rosso zum großen Bruder Red Bull. Der 21-Jährige hat dort einen Ein-Jahresvertrag unterschrieben.

Für Timo Glock stehen die Chancen auf eine Weiterbeschäftigung bei Toyota nicht schlecht. Der Rennstall kündigte bereits im August (nach Glocks zweitem Platz in Ungarn) an, den Kontrakt mit dem gelernten Gerüstbauer verlängern zu wollen.

Die Diva

Bei Fernando Alonso verdichten sich die Anzeichen, dass er trotz des mäßigen Erfolgs ein weiteres Jahr bei Renault und Teamchef Flavio Briatore bleiben wird.

Nachdem BMW eine weitere Zusammenarbeit mit Heidfeld verkündet hat, stehen Alonso nur noch wenig attraktive Optionen wie Honda und Toro Rosso offen. Da es allerdings ein offenes Geheimnis in der Formel 1 ist, dass der spanische Top-Pilot spätestens 2010 in einem Spitzen-Bolden sitzen will, wäre ein mögliches Engagement des Asturiers nur ein Tanz für einen Sommer.

Bei Honda ließ man schon durchblicken, dass unter diesen Bedingungen keine Einigung zu Stande kommen wird.

Die Wackelkandidaten

Bangen um die Zukunft in der Königsklasse muss Rubens Barrichello (Honda). Über dem F-1-Oldie schwebt immer noch die Personalie Alonso, für den der Brasilianer im Falle einer Verpflichtung Platz machen müsste.

Nelson Piquet junior (Renault) und Vettels Teamkollege Sebastien Bourdais (Toro Rosso) sitzen ebenfalls auf wackeligen Stühlen. Beide konnten in der laufenden Saison nicht überzeugen, beiden sitzt daher die Konkurrenz im Nacken.

Dem Brasilianer droht die Ablösung durch Landsmann Lucas di Grassi, der bislang als Testfahrer bei den Franzosen unter Vertrag ist. Und bei Toro Rosso soll Bruno Senna, der Neffe des legendären Ayrton Senna, bereits an die Tür geklopft haben.

Die Cockpit-Verteilung für 2009 im Überblick...

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