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Bernie Ecclestone feiert am 28. Oktober seinen 78. Geburtstag © getty

Der F-1-Mogul schießt gegen Scuderia-Boss di Montezemolo zurück. Der hatte jüngst das Nachtspektakel von Singapur kritisiert.

Von Manuel Krons

München - Ferrari-Boss Luca di Montezemolo war verärgert.

Nach dem Großen Preis von Singapur polterte der Scuderia-Chef: "Solche Strecken sind besser für eine Zirkus-Aufführung geeignet. Das ist beschämend für die Formel 1."

Der 61-Jährige machte keinen Hehl daraus, dass ihm das Nacht-Spektakel in Fernost nicht sonderlich gefallen hatte.

"Er sollte lieber still sein"

Eine Antwort von Formel-1-Alleinherrscher Bernie Ecclestone ließ nicht lange auf sich warten. Der 77-Jährige duldet keine Kritik an seiner weltumspannenden PS-Show.

"Nach einem solchen Wochenende wie es Ferrari hatte, sollte der Präsident lieber still sein", sagte er der "Mail on Sunday".

Die Roten schafften es nach Felipe Massas peinlicher Tank-Panne und einem Unfall von Weltmeister Kimi Räikkönen nicht einmal in die Punkteränge.

Besser mit Lollipop-Mann!

Ecclestone ließ es sich nicht nehmen bei seiner Retourkutsche Salz in die offenen Ferrari-Wunden zu streuen: "Wenn ich ein cleveres Kerlchen sein will, dann muss ich ein System entwickeln, bei dem das grüne Licht erst grün wird, wenn der Tanksstutzen nicht mehr im Auto steckt", lästerte der Brite über neue Boxenampel der Scuderia.

Ecclestone fügt an: "Warum macht man es nicht auf die alte Art mit dem Lollipop-Mann? Warum will man eine Technologie verwenden, mit der es schief gehen kann? Das ist zu viel des Guten."

Kampfansage an McLaren

Bei Ferrari ist man fest entschlossen, sich nicht von der neuerlichen Pannen-Serie aus dem Konzept bringen zu lassen, und hat die Weltmeisterschaft weiterhin fest im Visier: "Unser Auto ist das Beste und Massa ist der Beste - und ich erwarte, dass Räikkönen seine Champion-Qualitäten zeigt", so di Montezemolo.

"Die beiden werden in den letzten drei Rennen als Erster und Zweiter ins Ziel kommen - oder wenigstens vor McLaren."

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