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Auch der Lollipop-Mann war in der Vergangenheit schon in Tank-Unfälle verwickelt © imago

Nach dem Tank-Desaster von Singapur zieht das Ferrari-Team die Konsequenzen. Im Saisonfinale setzt man wieder auf Bewährtes.

Von Manuel Krons

München - In Fuji will Ferrari nichts mehr anbrennen lassen.

Nach der peinlichen Tankpanne um Felipe Massa in Singapur wird die Scuderia in den letzten drei von 18 Saisonrennen auf ihre elektronische Boxenampel verzichten und kehrt zum altbewährten Lollipop-Mann zurück.

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali erklärte den Schritt zur bewährten Methode damit, dass man in der jetzigen Situation die Dinge vereinfachen wolle.

"Wir brauchen jetzt Ruhe - und deshalb kehren wir zum alten System zurück. Wir wollen der Boxengassen-Crew das maximale Selbstvertrauen geben", so Domenicali.

Keine völlige Abkehr

Ganz verabschieden will man sich von der reichlich verspotteten Innovation bei den Roten offenbar nicht.

"Wir glauben dennoch, dass unser Ampel-System, welches wir beim Boxenstopp verwenden, uns einige Vorteile bringen kann. Es ist ein gutes System und hat noch Potenzial", stellte Domenicali klar.

Boxencrew bleibt unverändert

Überdies werde es in Fuji keine personellen Veränderungen im Team geben, kündigte der 43-Jährige an. "Wir müssen unsere Jungs nicht zusätzlich unter Druck setzten. Die Boxencrew bleibt die gleiche wie in Singapur."

Dort hatte ein verpatzter Boxenstopp Ferrari-Pilot Felipe Massa um die Siegchance gebracht.

Häme von Ecclestone

Jüngst hatte sich selbst Formel-1-Boss Bernie Ecclestone über den Vorfall bei Ferrari lustig gemacht.

"Wenn ich ein cleveres Kerlchen sein will, dann muss ich ein System entwickeln, bei dem das grüne Licht erst grün wird, wenn der Tanksstutzen nicht mehr im Auto steckt", ätzte der 77-Jährige.

Ferrari hinter McLaren

Vor dem 16. von 18 Rennen führt McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton im WM-Kampf mit 84 Zählern. Massa folgt auf Rang zwei mit 77 Punkten.

Auch in der Konstrukteurs-Wertung hat die Scuderia (134 Punkte) den Spitzenplatz an die Silberpfeile (135) verloren.

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