Alonsos Hinhaltetaktik über seinen Verbleib 2009 ist nur schwer nachzuvollziehen. Die Formel 1 braucht eine Entscheidung.

Der Sieg in Fuji beim Großen Preis von Japan ist nicht nur der zweite Erfolg von Fernando Alonso in Folge.

Der zweimalige Weltmeister hat bewiesen, dass sein Renault auch ohne Safety-Car-Phase konkurrenzfähig ist, wenn er ein fehlerfreies Rennen hinlegt.

Der Aufwärtstrend bei Renault geht also weiter. Das Einzige, was Renault noch zum vollkommenen Triumph fehlt, ist Alonsos Zusage für die kommende Saison.

Doch warum zögert der Spanier mit einem öffentlichen Bekenntnis, wenn das Gute anscheinend so nah liegt?

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Zumal es für dieses Zögern keinen erkennbaren Anlass gibt.

Alonso hatte für die kommende Saison auf das Cockpit von Nick Heidfeld im BMW-Sauber spekuliert, doch nach der Verlängerung mit dem Deutschen ist dieser Weg versperrt. Die zwei Plätze bei Ferrari sind ebenfalls belegt.

Bleibt noch Honda, die den 27-Jährigen unbedingt haben wollen und sich sehr um ihn bemühen. Doch damit würde Alonso sich kaum verbessern, denn Honda liegt in der Teamwertung abgeschlagen auf dem neunten Rang.

Renault dagegen hat sich auf den vierten Platz vorgearbeitet und sollte die Konkurrenz dahinter im Griff haben. Und wer weiß, ob Renault nicht mit dem neuen Regelwerk im kommenden Jahr wieder von Beginn an um Rennsiege und die WM-Wertung mitfährt.

Zudem kann sich der Spanier sicher sein, dass er nicht nur die volle Unterstützung des Teams erhält, sondern sich auch hervorragend mit allen Verantwortlichen versteht. Ein neues Team würde in dieser Hinsicht auch ein neues Risiko bedeuten - und das ist im Vorjahr bei McLaren schon schiefgegangen.

Trotzdem hält sich Alonso bedeckt und gibt lediglich zu, dass er sich selbst schon so gut wie sicher ist, wo er 2009 fahren will, doch er will dies erst zum Saisonfinale in Brasilien bekanntgeben.

Seine Hinhaltetaktik stoppt aber nicht nur die Bemühungen der Rennställe, um neue Fahrer. Denn solange ein zweimaliger Weltmeister noch nicht vom Markt ist, strecken die Teams auch ihre Fühler nach ihm aus.

Auch Teamchef Flavio Briatore könnte, anstatt gleich nach dem Rennen "nach Hause fahren" zu wollen, den Sieg viel besser genießen.

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