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Sebastian Vettel liegt in der WM mit sechs Punkten auf Rang 15 © getty

Der deutsche Youngster ist auch am zweiten Testtag der Woche der Schnellste. Das Stromschlag-Opfer von BMW macht sich auf den Heimweg.

München/Jerez - Sebastian Vettel hat bei den Formel-1-Testfahrten im spanischen Jerez für den zweiten Paukenschlag binnen zwei Tagen gesorgt.

Der deutsche Toro-Rosso-Pilot fuhr am Mittwoch wie schon am Vortag die schnellste Runde des gesamten Feldes, das aus zehn Fahrern aller zehn Teams bestand.

In 1:18.843 Minuten verwies er bei Temperaturen jenseits der 30 Grad McLaren-Mercedes-Testpilot Pedro de la Rosa (1:19.061) und Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen (1:19.446) auf die Plätze.

Auf Platz vier reihte sich Nico Rosberg (Williams/1:19.861) ein.

Wie viele Rennställe probierte auch Vettel die neuen Slicks von Bridgestone für die Saison 2009 aus.

"Der größte Unterschied liegt in den langsamen Kurven, hier merkt man den höheren mechanischen Grip", so Vettel.

Hungaroring mit hohem Abtrieb

Die meisten Teams trafen daneben Vorbereitungen für das nächste Rennen in Budapest am 3. August.

Toyotas Testleiter Gerd Pfeiffer erklärte: "Der Hungaroring ist eine der Strecken mit dem höchsten Abtrieb im Rennkalender, darauf bereiten wir unser Paket vor. Es war ein produktiver Tag ohne größere Probleme."

Der Italiener Jarno Trulli, der im Toyota die siebtschnellste Zeit fuhr, meinte: "Es ging heute nicht um Rundezeiten, sondern darum, das Auto zu verbessern. Wir sind in einem engen Kampf um den vierten Platz in der Konstrukteurs-WM. Das ist unser Ziel."

BMW wieder ohne KERS

Beim BMW-Sauber-Team, das am Mittwoch mit einem Unfall der besonderen Art für Aufsehen gesorgt hatte, nahm alles seinen normalen Gang.

Bei Tests mit dem neuen Energie-Rückgewinnungssystem KERS war ein Mechaniker durch einen Stromschlag verletzt worden.

Wie das Team mitteilte, konnte der verletzte Mechaniker nach weiteren medizinischen Untersuchungen das Krankenhaus verlassen und machte sich am Abend auf den Heimweg zurück in die Schweiz.

"Quick Nick" greift ein

Am Donnerstag war Testpilot Christian Klien wieder mit dem herkömmlichen Boliden F1.08 unterwegs und konzentrierte sich auf Aerodynamik-Einstellungen für den kommenden Grand-Prix und die folgenden Rennen.

Resultat: Der letzte Platz in 1:20.850 Minuten und damit über zwei Sekunden Rückstand auf Vettel. Am Donnerstag übernimmt Nick Heidfeld für den Österreicher das Steuer.

Julian Meißner

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