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Lewis Hamilton stand nach 33 Rennen 21mal auf dem Podium © getty

Nach einer Breitseite Kritik aus dem Fahrerlager wettert nun auch noch Ex-F-1-Weltmeister Jackie Stewart gegen Lewis Hamilton.

Von Thorsten Deppe

München - Auch vier Tage vor dem vorletzten Rennen geht es in der Königsklasse weniger um die mögliche Vorentscheidung der Meisterschaft, als um den Fahrstil von Top-Titelaspiranten Lewis Hamilton.

Die Vorwürfe gegen den 23-Jährigen werden auch Teil der nächsten Fahrerbesprechung vor dem Rennen in Schanghai sein.

Davor gießt Altmeister Jackie Stewart in seiner Kolumne für die Internetseite der "Royal Bank of Scotland" noch zusätzliches Öl ins Feuer: "Seine Fahrweise war gegenüber den anderen Fahrern ein bisschen arrogant."

Das Rennen in Japan hat gezeigt, dass Lewis noch sehr jung ist und dass er auf der Rennstrecke im Duell mit Verfolger Felipe Massa nicht immer genauso cool ist, wie er sich in Interviews gibt."

"Voll am Limit"

Jetzt nimmt Hamilton zu den Rennsituationen Stellung: "Das macht doch auch die Formel 1 aus: Wir sind voll am Limit.", sagte der Vize-Champion in der "Bild".

Er sei halt ein leidenschaftlicher Rennfahrer. Die Kritik der Kollegen scheint spurlos an ihm abzuprallen.

Stattdessen stellt Hamilton klar, dass waghalsige Manöver für ihn zum normalen Renngeschehen gehören: "Felipe ist mir am Sonntag ins Auto gefahren, aber das ist jetzt schon wieder Geschichte."

Rüpel-Weltmeister Hamilton?

Vorwürfe gegen den aggressiven Fahrstil eines Titelaspiranten sind in der Formel 1 allerdings nichts Neues.

Ob Ayrton Senna und Alain Prost oder Michael Schumacher und Damon Hill, geschenkt wurde sich gar nichts. Am Ende waren die Piloten meist erfolgreich.

Schon am Sonntag in Schanghai kann Hamilton zeigen, aus welchem Holz er geschnitzt ist.

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