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Nick Heidfeld bestreitet in China sein 150. Formel-1-Rennen © getty

Nach den Ereignissen beim Chaos-Rennen von Fuji fordert der BMW-Sauber-Pilot die Wiedereinführung eines Chef-Stewards.

Von Manuel Krons

München - Nach der Strafen-Orgie beim Chaos-Grand-Prix von Japan hat sich Nick Heidfeld für die dauerhafte Anwesenheit eines Chef-Rennstewards ausgesprochen.

"Es ist nicht leicht, immer ganz gerecht zu entscheiden, weil jeder Zwischenfall anders ist. Aber was dort passiert ist, verstehe ich nicht, und ich denke ihr auch nicht", sagte Heidfeld vor dem Großen Preis von China (Sa. Quali, ab 7.45 Uhr LIVE) zu den Medienvertretern.

"Wir müssen wieder dahin zurückkommen, dass wir jemanden haben wie Tony Scott Andrews (Chef-Steward 2006 und 2007, Anm. d. Red)", forderte Heidfeld die erneute Einführung eines permanenten Rennüberwachers.

"Das ist Racing"

Der 31-Jährige Formel-1-Pilot kündigte an, die Ereignisse von Fuji auch am Freitag in der Fahrersitzung mit Renndirektor Charlie Whiting zum Thema zu machen.

"Ich habe das Rennen nicht ganz gesehen, aber die Startszene mit Hamilton war für mich kein Grund für eine Bestrafung. Was hat er gemacht? Das ist Racing", so Heidfeld.

Strafe gegen Massa "kann man geben"

Die Zeitstrafe gegen Toro-Rosso-Pilot Sebastien Bourdais ist für den Mönchengladbacher "nicht verständlich".

Berechtigung hat für Heidfeld lediglich die Durchfahrtstrafe gegen Ferrari-Fahrer Felipe Massa. "Darüber kann man streiten. Meiner Ansicht nach muss man sie nicht geben, aber man kann."

Alonso will Ex-Fahrer als Kommissar

Auch Doppel-Weltmeister Fernando Alonso erklärte, es gebe zu viele Strafen.

"Manchmal werden durch die Kommissare die Rennen entschieden. Ich denke, es ist eine vernünftige Idee, einen ehemaligen Fahrer unter den Rennkommissaren zu haben, denn die Entscheidungen sind als Außenstehender, wenn man nie in einem Formel-1-Auto gesessen hat, schwer zu fällen", sagte der Renault-Pilot.

Verunsicherung vor dem Finale

Heidfeld gibt zu, dass ihn die Ereignisse von Japan im Hinblick auf die letzten beiden Saisonrennen etwas verunsichert haben. "Bis zum letzten GP war ich es nicht. Aber in Fuji waren die Strafen nicht gerechtfertigt."

Dort wurden die beiden Titelfavoriten Hamilton und Massa jeweils mit einer zusätzlichen Boxen-Durchfahrt bestraft.

Bourdais bekam nach dem Grand Prix 25 Sekunden zusätzlich zu seiner Rennzeit addiert. Der Franzose fiel damit nachträglich von Rang sechs auf Position zehn und verlor drei WM-Punkte.

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