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Solch ein Aggregat treibt Fernando Alonsos Renault R28 an © imago

Die FIA kündigt eine Ausschreibung an und setzt die Hersteller unter Druck. Doch es zeichnet sich ein Kompromiss ab.

Schanghai - Der Automobil-Weltverband FIA hat am Freitag eine Ausschreibung für Einheitsmotoren in der Formel 1 ab der Saison 2010 angekündigt und die Hersteller damit massiv unter Druck gesetzt.

Am Dienstag wollen diese dem FIA-Präsidenten Max Mosley in Genf ihre Vorschläge zur angestrebten drastischen Kostensenkung präsentieren.

Zuvor hatten die Hersteller bereits deutlich gemacht, dass man gegen die Einführung von Einheitsmotoren sei. Laut FIA-Mitteilung sollen Einheitsmotoren und -getriebe bis 2012 ausgeschrieben werden.

Zumindest enges Reglement

Allerdings, so stellte die FIA-Presseabteilung wenig später klar, solle der Gewinner der Ausschreibung nur ein detailliertes Design entwickeln und voll funktionsfähige Motoren oder detaillierte Designs liefern, die es den Wettbewerbern erlaubten, ihren eigenen standardisierten Motor zu bauen.

Demnach könnten die Hersteller weiterhin alle oder einzelne Teile des Motors selbst bauen, das Design und die Leistung wären aber durch einen engen Rahmen reglementiert.

Details folgen

Details dazu wolle man in Kürze auf der eigenen Internetseite bekanntgeben, hieß es von Seiten der FIA.

Für die Autobauer wäre ein komplett standardisierter Motor ohne Spielraum ein Schlag ins Gesicht.

Ein eng gesteckter Rahmen wäre für sie dagegen durchaus akzeptabel, da sie sich weiterhin von der Konkurrenz abheben könnten.

Renault schert aus

Sollte jedoch die ursprünglich kommunizierte Absicht Mosleys und die Unterstützung durch Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, einen Einheitsmotor ohne Spielraum für die Hersteller einzuführen, umgesetzt werden, könne das die Autobauer aus der Königsklasse treiben, hatte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen gemahnt.

Abgesehen von Renault hatten sich auch alle Konkurrenten klar gegen diese Variante positioniert. Begrüßt wurde der Vorstoß nur von den Privatteams wie Force India.

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