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Bernie Ecclestone überrascht oft mit Neuerungen © imago

Für Neuerungen ist F-1-Boss Ecclestone immer gut. Jetzt nimmt er sich den Fußball zum Vorbild und will Medaillen einführen.

Schanghai - Formel-1-Chef Bernie Ecclestone will die Königsklasse mit erstaunlichen Ideen revolutionieren.

Der Brite schlug in einem Interview mit der Zeitschrift "auto, motor und sport" vor, Medaillen sowie Gelbe und Rote Karten einzuführen.

Zudem regte er an, ein Punktesystem im Qualifying einzuführen und die Startaufstellung der Top-10-Fahrer anschließend auszulosen.

"Ich würde wie bei den Olympischen Spielen Medaillen statt Punkte vergeben. Einmal Gold ist besser als dreimal Bronze", sagte 77-Jährige.

Strafsünder-Kartei

Bei einem System mit Medaillen würde mehr überholt werden. "Ich habe lieber Silber als Bronze, weil es mir in der Meisterschaft im Vergleich zum heutigen Punkteschema weiterhilft", sagte Ecclestone.

Zudem will der Promoter das Strafsystem des Fußballs auf die Formel 1 übertragen.

"Ich plädiere für einen Ober-Schiedsrichter, der entweder sofort eine Strafe ausspricht oder ansonsten wie im Fußball eine Gelbe Karte zeigt. Für jeden Fahrer sollte wie bei einer Verkehrssünderkartei ein Strafregister angelegt werden", sagte er.

Auf Rennkommissare aufpassen

Ecclestone ergänzte: "Für bestimmte Vergehen gibt es gleich die Rote Karte, für andere ein Gelbe. Wenn sich eine bestimmte Anzahl Gelber Karten angehäuft hat, wird der betreffende Fahrer für das nächste Rennen gesperrt."

Zuletzt waren die Rennkommissare wegen zahlreicher Strafen ins Gerede gekommen. Sie hätten richtig entschieden, meinte Ecclestone, man müsse aber aufpassen, "dass wir nicht jede kleine Aktion bestrafen. Sonst trauen sich die Fahrer nicht mehr zu überholen."

Änderung der Qualifikation

Weiterhin plädierte Ecclestone für eine radikale Veränderung der Qualifikation. Diese sollte man so ändern, "dass wirklich der Schnellste vorne steht. Alle fahren mit minimaler Spritmenge. Für die Qualifikation sollte es Punkte geben. Damit lohnt es sich auf der Pole Position zu stehen. Im Augenblick ist es nur eine Ehre", sagte er.

Die tatsächlichen Startplätze der besten zehn Fahrer würde er anschließend auslosen. "Das wäre noch ein kleines Showelement."

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