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Lewis Hamilton angelte sich in Schanghai die 14. Pole seiner Karriere © getty

Bei McLaren-Mercedes zeigt man sich nach Lewis Hamiltons souveräner Vorstellung im Qualifying siegessicher.

München/Schanghai - Nach dem Qualifying zum Großen Preis von China zeichnet sich eine Vorentscheidung im Kampf um die WM-Krone ab.

Der Führende Lewis Hamilton dominiert in China bislang eindeutig. Mercedes-Sportchef Norbert Haug war begeistert von der Leistung seines Fahrers: "Lewis hat die Jahrhundertrunde überhaupt gefahren."

Der große Verlierer aus dem Führungstrio ist BMW-Pilot Robert Kubica, der nach seinem vorzeitigen Aus in Session Zwei nur von Startposition elf ins Rennen startet.

Seine Verärgerung wollte der Pole hinterher nicht verbergen: "Ein sehr enttäuschendes Qualifying! Ich hatte bisher das gesamte Wochenende Probleme mit der Fahrzeugbalance", äußerte sich der Dritte in der WM-Wertung frustriert.

Sport1.de präsentiert die Stimmen zum Qualifying:

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes, Platz eins):

"Wir waren das gesamte Wochenende über konkurrenzfähig. Das Training verlief gut und das Qualifying war eines unserer besten Qualifyings. Der erste Versuch war nicht großartig, aber die letzte Runde war beinahe perfekt."

Norbert Haug (Mercedes-Sportchef):

zum Qualifying:

"Wir hatten im ersten Versuch einen kleinen Quersteher, der sechs, sieben Zehntel gekostet hat. Das war nicht so toll, aber danach hat Lewis die Jahrhundertrunde überhaupt gefahren, denn da ist ein ganz schöner Abstand - drei Zehntel sind eine Welt, das ist fast so viel wie zehn Kilo Gewicht! Zu Massa sind es sogar sechs Zehntel, also sehr deutlich."

zu den Entscheidungen der Rennkommissare in den letzten Wochen:

"Massa hat den Sieg in Spa geschenkt gekriegt, das sage ich nach wie vor - nur damit klar ist, wer dort wirklich gewonnen hat. Und die Geschichte mit Bourdais in Fuji war auch ein Geschenk, glaube ich. Wenn man das zusammenzählt, dann sind das sieben Punkte."

Felipe Massa (Ferrari, Platz drei):

"Wir liegen immer noch zurück, haben uns also nicht verbessert. Es sieht danach aus, als hätten die McLaren-Jungs ein Auto, mit dem es wesentlich einfacher ist, eine Runde zusammen zu bekommen. Nichtsdestotrotz, wir wissen nicht, wie es im Rennen laufen wird."

Robert Kubica: (BMW-Sauber, Platz elf):

"Ein sehr enttäuschendes Qualifying! Ich hatte bisher das gesamte Wochenende Probleme mit der Fahrzeugbalance. Vor dem Qualifying haben wir einige Änderungen vorgenommen, doch leider hatten diese keine positiven, sondern negative Auswirkungen. Das wird nun ein hartes Rennen, weil wir ja die Abstimmung nicht mehr ändern dürfen."

Nick Heidfeld (BMW-Sauber, Platz neun):

zu seiner Strafversetzung wegen einer angeblichen Behinderung Heidfelds:

"Er (David Coulthard, Anm.d.Red.) war schon nach dem zweiten Sektor um acht Zehntelsekunden langsamer als auf seiner schnellsten Runde. Im letzten Sektor, als ich ihn angeblich aufgehalten habe, war er schneller als auf seiner schnellsten Runde. Ich verstehe das also nicht."

Mario Theissen (BMW-Motorsportdirektor):

"Das Qualifying-Resultat ist sehr enttäuschend für Robert und das Team, vor allem die Tatsache, dass er in Q2 stecken geblieben ist. Robert war in allen Trainings unzufrieden mit der Abstimmung seines Autos, und das hat sich auch im Qualifying nicht geändert. Der einzige Vorteil in dieser Situation ist, dass wir in der Wahl der Rennstrategie bei ihm für morgen frei sind."

Sebastian Vettel (Toro Rosso, Platz sechs):

"Vor dem Qualifying haben wir noch ein paar Änderungen gemacht, die uns geholfen haben. Wir können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Besser hätte ich es nicht machen können - Im Rennen wird schwer werden, die Leute vor uns zu schnappen."

Nico Rosberg (Williams-Toyota, Platz 14):

"Es ist sehr enttäuschend, wieder nur vom 14. Platz ins Rennen zu starten. Ich habe in den Sessions alles gegeben und das Maximum aus dem Auto herausgeholt. Aber es hat heute nicht gepasst. Eventuell wird es morgen regnen. Falls das passiert, könnte uns das zu einem besseren Resultat verhelfen.

Fernando Alonso (Renault, Platz vier):

"Mit meinem Qualifying-Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Wir hatten heute Morgen noch ein paar Probleme mit der Balance, aber heute Nachmittag lief alles gut, der Wagen ließ sich viel einfacher fahren. Ich weiß, dass es schwierig wird, morgen um den Sieg zu fahren. Aber von meinem Startplatz aus habe ich die Chance auf ein großartiges Rennen."

Timo Glock (Toyota, Platz zwölf):

"Wir finden einfach nicht die Balance am Auto. Die ersten beiden Versuche waren gut, wir haben uns gegenüber gestern verbessert. Aber auf den weichen Rennen konnte ich kaum etwas gutmachen. Das Auto fühlte sich auf jeder Runde anders an, ich bekam kein richtiges Gefühl."

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