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Nick Heidfeld liegt momentan auf Rang fünf der Fahrerwertung © imago

Auf die Freude über sein gutes Qualifying-Ergebnis folgt bei Nick Heidfeld der Ärger über eine Entscheidung der Rennleitung.

Von Andreas Kloo

München/Schanghai - Die Freude bei Nick Heidfeld über sein gutes Qualifying-Ergebnis hielt nicht lange an.

Denn wenige Stunden nach der Qualifikation versetzte die Rennleitung den Mönchengladbacher um drei Plätze zurück. Statt von Rang sechs startet der BMW-Pilot von Platz neun in den Großen Preis von China (So, ab 8.45 Uhr LIVE ).

Während der ersten Qualifying-Session soll Heidfeld Red-Bull-Pilot David Coulthard behindert haben.

Heidfeld beruft sich auf Rundenzeiten

Der angebliche Sünder kann die Strafe nicht nachvollziehen: "Vor der fliegenden Runde fuhr er (David Coulthard, Anm. d. Red.) sehr langsam. Als er sah, dass ich von hinten näher kam, begann er zu beschleunigen. Wir sind dann zusammen durch die letzte Kurve gefahren, wodurch wir beide Zeit verloren", beschreibt Heidfeld die entscheidende Szene.

Der 31-Jährige sieht sich durch Coulthards Teilzeiten bestätigt: "Er war schon nach dem zweiten Sektor um acht Zehntelsekunden langsamer als auf seiner schnellsten Runde. Im letzten Sektor, als ich ihn angeblich aufgehalten habe, war er schneller als auf seiner schnellsten Runde."

Coulthard "extrem enttäuscht" von Heidfeld

Coulthard sah den Vorgang anders und beschwerte sich gleich nach dem Qualifying über das Verhalten von Heidfeld.

"Ich bin extrem enttäuscht über das, was Nick Heidfeld am Ende des ersten Qualifying-Teils auf der letzten Runde aus der Box gemacht hat. Alle Autos wurden von der zweiten bis zur letzten Kurve zusammen gestaucht, da sie um Positionen drängelten. Aber Nick überholte mich plötzlich auf der Innenseite in die letzte Kurve gerade in dem Moment, als ich meine fliegende Runde beginnen wollte", so der Schotte.

Und Coulthard legte nach: "Für mich war das ein sehr unsportliches Verhalten."

Wieder einmal existieren also zwei unterschiedliche Sichtweisen zu einer Szene.

Auch Webber rutscht nach hinten

Die Titelambitionen des BMW-Sauber-Teams erhalten jedenfalls nach dem enttäuschenden elften Platz von Robert Kubica durch die Strafversetzung einen weiteren Dämpfer.

Dem Red-Bull-Team nützt die Strafe für Heidfeld aber wenig. David Coulthard startet dennoch nur von Position 15 ins Rennen. Darüber hinaus setzte die Rennleitung Mark Webber um zehn Plätze von Rang sechs auf Rang 16 nach hinten.

Der Australier musste nach dem Freien Training wegen eines Motorschadens sein Aggregat wechseln, was automatisch eine Strafversetzung nach sich zieht.

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