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Michael Schumacher profitierte einst selbst von Teamordern bei Ferrari © getty

Michael Schumacher und auch Sebastian Vettel machen sich nach der Hockenheim-Affäre Sorgen um den Ruf ihrer Sportart.

Budapest - Sebastian Vettel und Michael Schumacher haben den Teamorder-Skandal um Ferrari als großen Schaden für die Formel 1 bezeichnet.

"Was in Hockenheim passiert ist, sieht nicht gut aus für uns alle und für den gesamten Sport", sagte Vize-Weltmeister Vettel am Donnerstag in Budapest: "Dass so etwas passiert, ist keine Überraschung, denn das hat es in den letzten Jahren immer wieder gegeben. Aber die Art, wie es passiert ist, war ungewöhnlich. "

Rekord-Champion Michael Schumacher pflichtete ihm bei. "Ich muss Sebastian Recht geben", sagte der siebenmalige Weltmeister, gab aber nicht seinem Ex-Team Ferrari, sondern dem Verbot der Teamorder die Schuld: "Die Art und Weise, wie die Dinge aufgrund der Regel umgesetzt werden, schadet uns allen."

Abschaffung gefordert

Deshalb plädiert Schumacher, dessen vom Rennstall veranlasstes Überholmanöver gegen Rubens Barrichello 2002 die Einführung des Verbots zur Folge hatte, für die Abschaffung.

"Am Ende des Tages muss man einen Weg finden, die Teamorder zu erlauben, denn beenden kannst du sie ohnehin nicht", sagte der Mercedes-Pilot, "man muss eine Lösung finden, die allen Seiten gerecht wird."

Pläne in der Schublade

Schumacher habe sogar konkrete Pläne, wie man dies umsetzen könnte, wollte diese aber nicht näher erläutern.

"Ich habe eine Idee, und die werde ich auch mit bestimmten Leuten besprechen", sagte er: "Aber es bringt nichts, wenn jetzt 1000 Ideen in die Öffentlichkeit posaunt werden."

Vettel mit Seitenhieb gegen Alonso

Vettel lehnt geschenkte Erfolge ab. "Über so einen Sieg wäre ich nicht glücklich. Wir wissen genau, wann wir stolz und glücklich sein dürfen", sagte der Vize-Weltmeister mit einem deutlichen Seitenhieb auf Fernando Alonso.

Der Spanier hatte seinen fragwürdigen Sieg am Sonntag auf dem Hockenheimring, als er auf Anweisung des Teams Kollege Felipe Massa überholen durfte, ausgelassen gefeiert.

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