vergrößernverkleinern
Nick Heidfeld (l.) stand in dieser Saison zweimal neben Lewis Hamilton auf dem Podest © getty

Für das Saisonfinale in Brasilien hat BMW-Pilot Nick Heidfeld einen klaren Favoriten und begründet das bei Sport1.de.

Von Michael Schulz

München - Beim Fanevent des BMW-Teams in München hatte Nick Heidfeld gut lachen.

Gerade hatte der Formel-1-Fahrer seinen Teamkollegen Robert Kubica geschlagen.

Der Erfolg über den Polen, der in der WM-Wertung als Dritter zwei Plätze vor dem Mönchengladbacher liegt, war zwar nur auf einer Carrerabahn, doch am Wochenende soll auf der große Rennstrecke eine Wiederholung folgen.

Beim Saisonfinale in Brasilien möchte der 31-Jährige diesmal wieder vor Kubica ins Ziel kommen. Letztes Jahr wurde er Sechster - direkt hinter dem acht Jahre jüngeren Kollegen.

Wunschziel ist ein Podestplatz

"Ich möchte in Interlagos das Maximale herausholen", erklärt der 31-Jährige bei Sport1.de: "Aber es ist schwierig zu sagen, wo wir dieses Jahr stehen, vor allem mit der Pace. Es gibt größere Schwankungen, aber das haben andere Teams wie etwa Toyota auch."

Der aktuell Fünfte der Fahrerwertung hofft auf Regen, "dann würde ich mir ein bisschen mehr ausrechnen als solide in die Punkte zu fahren".

Sein Ziel: ?Ich würde, wenn es noch einmal geht, gerne aufs Podium."

Dort stand der 1,67 Meter große Deutsche zuletzt im September im englischen Silverstone als Zweiter hinter Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton.

Vorsprung und Lerneffekt

In den Kampf um den WM-Titel können die BMW-Fahrer nicht mehr eingreifen, doch insbesondere Heidfeld hat einen klaren Favoriten in dem Duell zwischen Hamilton und Felipe Massa (Ferrari).

"Ich würde mein Geld auf Lewis setzen, denn er hat sieben Punkte Vorsprung. Das müsste reichen", erklärt der 31-Jährige und fügt hinzu: "Er hat es zwar letztes Jahr grandios verbockt, doch ich glaube, dass er daraus gelernt hat und den Titel einfährt."

Theissen will aufs Treppchen

Sein Motorsportdirektor hatte zwar letztes Jahr mit dem späteren Weltmeister Kimi Räikkönen den richtigen Wett-Tipp, doch diesmal hält sich Mario Theissen zurück.

"Es ist ein spannende Saison und wir hatten dieses Jahr schon sieben verschiedene Sieger aus fünf Teams", sagt der 56-Jährige bei Sport1.de: "Ich habe keine Ahnung und wage keine Prognose."

Theissen konzentriert sich mehr auf das eigene Team. "Wir haben keinen Druck und schauen erst einmal, was die anderen Teams treiben", sagt er: "Aber ich hoffe auf den zwölften Podestplatz in diesem Jahr."

Der Motorsportchef ist zuversichtlich, denn die Strecke in Brasilien ist "eine Motorenstrecke, und wir hatten diese Saison noch keinen technischen Defekt".

Kubica hat Teamwertung im Blick

Diese Zuverlässigkeit war für Kubica auch der Grund, warum er dieses Jahr dem Werben von Ferrari nicht nachgab.

Und obwohl er als Dritter in der Fahrerwertung (75 Punkte) sowohl auf den Zweiten Massa (87) als auch den Vierten Räikkönen (69) Luft hat, wird der Pole in Sao Paulo keine Spazierfahrt machen.

"Das ist das wichtigste Rennen, denn die Saison ist noch nicht zu Ende?, erklärt der Sieger von Montreal: "Und in der Teamwertung können wir zweite Kraft hinter Ferrari werden."

Aktuell führt Ferrari (156 Punkte) vor McLaren-Mercedes (145). BMW hat als Dritter 135 Zähler.

Anders als beim Carrera-Rennen beim Fanevent in München, wäre Kubica in Brasilien mit einem zweiten Platz zufrieden, weil "das ein guter Abschluss wäre".

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel