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Danica Patric nimmt auch an einigen NASCAR-Rennen teil © getty

Liuzzi hält wenig von Ecclestones Idee, Danica Patrick in ein Cockpit zu hieven. Für Frauen sei die Formel 1 "zu anstrengend".

Von Andreas Kloo

München - Eine Frau in der Formel 1 - für Bernie Ecclestone wäre es ein Traum.

Der Boss der Königsklasse denkt dabei in erster Linie an Danica Patrick, die erfolgreiche IndyCar-Pilotin.

Peter Windsor, der als Sportdirektor mit dem US-F1 Team gescheitert ist, schlägt sich auf Ecclestones Seite.

"Sie ist die wahrscheinlich beste Fahrerin in der Geschichte des Motorsports, sie ist attraktiv und sie arbeitet hart", wirbt der Engländer in der "GP Week" für Patrick - trotzdem scheint sie in der F1 niemand ernst zu nehmen."

Patrick als "Marketingobjekt"

Windsor hält das für einen Fehler. Er glaubt, Patrick würde den Autofirmen auch als "Marketingobjekt" nutzen. Er spekuliert sogar, dass BMW dadurch auf dem amerikanischen Markt in der Vergangenheit mehr Autos verkauft hätte.(DATENCENTER: Der Rennkalender)

Und sportlich sieht Windsor offenbar keinen großen Unterschied zwischen Patrick und Nick Heidfeld.

"Wäre BMW weniger erfolgreich gewesen, wenn sie in den letzten zwei Jahren mit Robert Kubica und Danica angetreten wären?", fragt er.

Liuzzi: Formel 1 zu anstrengend

Vitantonio Liuzzi will diese Ansicht nicht teilen.

Generell gibt der Force-India-Pilot den Frauen wenig Chancen auf ein Formel-1-Cockpit: "Die Mädels hätten es ziemlich schwer", ist sich der Italiener sicher.

Liuzzi nennt die Gründe: "Danica wäre für die öffentliche Darstellung toll, aber man muss bedenken, dass die Formel 1 viel anstrengender ist ? sowohl physisch als als auch psychisch."

Erste weibliche Indy-Siegerin

Ihre Fähigkeiten schnelle Autos zu lenken, hat die 28-Jährige bereits bewiesen. Seit 2005 nimmt sie an der Indy-Car-Serie teil. 2008 gewann sie dort als erste Frau überhaupt ein Rennen. In diesem Jahr fuhr sie in Fort Worth auf Rang zwei.69501(DIASHOW: Sex-Appeal in der Steilkurve)

Doch laut Liuzzi lässt sich ein Indy-Car-Rennen nicht mit einem Formel-1-Wettkampf vergleichen: "In der Formel 1 vorne zu fahren ist viel schwieriger als man denkt."

"Bernie ist der Boss"

Dennoch will er nicht völlig ausschließen, dass nach Giovanna Amati 1992 bald wieder ein weiblicher Pilot ins Cockpit steigt.

Denn bei Ecclestone hält Liuzzi alles für möglich.

"Bernie ist der Boss. Man weiß es also nie", meint Sutils Teamkollege vielsagend.

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