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Der Einheitsmotor würde Ferrari die Lust an der Formel 1 nehmen © imago

Die FIA kann die Drohung von Ferrari, wegen des Einheitsmotors aus der Formel 1 aussteigen zu wollen, nicht wirklich nachvollziehen.

Paris - Der Automobil-Weltverband FIA hat den angedrohten Formel-1-Ausstieg von Ferrari auf eine angebliche Fehlinformation geschoben.

"Die FIA hat die Pressemitteilung der Ferrari-Geschäftsführung zur Kenntnis genommen. Es scheint, als sei der Ferrari-Vorstand falsch informiert", heißt es in der Erklärung vom Dienstag.

Die FIA habe den Teams vielmehr drei Möglichkeiten eröffnet, von denen der so genannte Einheitsmotor nur eine sei. Die Teams könnten auch kleineren Rennställen Motoren für maximal fünf Millionen Euro pro Saison zu Verfügung stellen.

Die Teams könnten sich jetzt für eine dieser Möglichkeiten entscheiden oder selbst andere Vorschläge machen, die Kosten auf ein akzeptables Niveau zu senken, schrieb die FIA.

Nur wenn nichts davon passiere, würde der Verband selbst die nötigen Maßnahmen ergreifen. Allerdings hat die FIA bereits den Bau eines Einheitsmotors für 2010, 2011 und 2012 ausgeschrieben und auch dafür schon erste Interessenten.

Alle in der Formel 1 engagierten und in der neuen Teamvereinigung FOTA organisierten Hersteller wollen keine Einheitsmotoren und hatten zuletzt bereits für 2009 die Verlängerung der Motorenlaufzeiten von zwei auf drei Rennwochenenden vereinbart.

Für den Fall der Einführung eines Einheitsmotors hatten Toyota und Ferrari explizit ihren Abschied aus der Königsklasse in Erwägung gezogen.

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