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Nico Rosberg ist nach seinem 18. Platz im Qualifying stinksauer © getty

Verhaltener Jubel bei Ferrari, Noch-Optimismus beim Konkurrenten McLaren. Für die Deutschen gab's Freude und Ärger. Die Stimmen:

Sao Paulo - Verhaltene Freude bei Pole-Setter Felipe Massa nach dem gelungenen Qualifying für die Ferrari, weiterhin Optimismus bei McLaren-Mercedes trotz der Schlappe beim ersten großen Schlagabtausch.

Auch die deutschen Fahrer sehen das Qualifying für den Brasilien-GP in Sao Paulo (So., ab 18 Uhr MEZ LIVE) mit gemischten Gefühlen.

Sport1.de hat die Stimmen zusammengestellt.

Felipe Massa (Ferrari, Startplatz 1): "Das Rennen ist sehr lang, es kann noch viel passieren. Ich kämpfe hier bis zum Schluss um meine Chance. Wenn man diese Fans hier hinter sich spürt, die Begeisterung sieht, dann ist das einzigartig - das ist 100 Prozent Gefühl."

Jarno Trulli (Toyota, Startplatz 2): "Das ist schon ironisch, denn am Freitag dachte ich zum ersten Mal in meiner Karriere, dass ich nicht fahren könne, weil ich richtig krank war.Ich danke dem gesamten Team, den Mechanikern, Ingenieuren, aber auch dem Arzt. Ich freue mich, und es zeigt auch die Fortschritte, die wir in dieser Saison gemacht haben."

Kimi Räikkönen (Ferrari, Startplatz 3): "Hoffentlich können wir einen guten Start hinbekommen, dann haben wir ein Auto, mit dem wir wie im vergangenen Jahr davon ziehen können. Das wäre perfekt und das ist unser Ziel. Dann liegt es nicht mehr an uns."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes, Startplatz 4): "Natürlich wäre es schöner, etwas weiter vorne zu stehen, aber mit der Strategie, die wir haben, denke ich, dass dies ganz gut ist. Massa steht dort, wo er wirklich stehen muss, ich wünsche ihm wirklich alles Gute. Aber ich werde mich einfach auf meinen eigenen Job konzentrieren. Ich muss nicht etwas Spektakuläres tun. Ich muss das Auto einfach mit ein paar guten Punkten ins Ziel bringen. Wer kann schon sagen, wie morgen das Wetter ist? Heute scheint die Sonne und morgen schüttet es vielleicht. Dann kommt das Safety Car auf die Strecke und so weiter. Wir haben es so gut wie möglich gemacht."

Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes, Startplatz 5): "Mein Auto lief gut und mit der Bestzeit in Q2 zeigte ich, dass Balance und Leistung stimmen. Natürlich stünden wir lieber in der ersten Startreihe, aber wir müssen abwarten, mit welcher Strategie unsere Konkurrenz ins Rennen geht. Wir sind mit der unseren zufrieden und sollten für morgen eine gute Basis haben. Ich werde mein Bestes geben, um Lewis im Titelkampf zu unterstützen."

Sebastian Vettel (Toro Rosso, Startplatz 7): "Es ist gut, zum letzten Mal in diesem Jahr beide Autos in den dritten Qualifying-Durchgang bekommen zu haben. Im zweiten Qualifying-Teil hatte ich eine sehr starke Runde. Der dritte Qualifying-Durchgang begann sehr gut und ich bekam einen guten ersten Versuch hin."

Sebastien Bourdais (Toro Rosso, Startplatz 9): "Natürlich möchte man die Saison mit einem Höhepunkt beenden, und dieses Resultat ist super. Ich habe es zum sechsten Mal in dieser Saison in die Top sechs geschafft. Meine Runde war womöglich die beste Qualifying-3-Runde, die ich dieses Jahr gefahren habe. Ich bin aus diesem Grund sehr glücklich."

Timo Glock (Toyota, Startplatz 10): "Wir haben hart gearbeitet, um das Setup nach den Problemen gestern zu verbessern. Letztlich haben wir am Nachmittag eine ordentliche Balance gefunden. Im Nachhinein hätten wir die weichen Reifen für Q3 sparen können, das hätte vielleicht geholfen. Die Top 10 sind nicht schlecht, aber es wäre mehr drin gewesen."

Mark Webber (Red Bull, Startplatz 12): "Das war ein enttäuschender Tag für uns. Wir hatten gestern einen ganz guten Run, wir haben aber schon immer gewusst, dass es zeitmäßig sehr eng werden würde und leider haben wir nicht ganz die Pace aufbieten können, um es bis ins dritte Qualifying zu schaffen. Ich habe mein Bestmöglichstes gegeben, aber es ist ganz einfach: Wenn man nicht schnell genug ist, kommt man nicht durch."

David Coulthard (Red Bull, Startplatz 14): "Ich bin nicht wirklich glücklich mit dem Ergebnis, nachdem es mein letztes Formel-1-Qualifying ist. Wir waren hier vergangenes Jahr ganz gut unterwegs und hatten es in die Top 10 geschafft. Aber schlussendlich haben wir vor allem im mittleren Sektor zu wenig Grip gefunden."

Kazuki Nakajima (Williams, Startplatz 16): "Dies war für das Team eine schwierige Qualifying-Einheit. Die Balance des Autos war vorhanden, aber die Streckenbedingungen waren zu dem ersten Training am Freitag ziemlich anders, da die Temperatur deutlich höher war. Dies hat uns nicht geholfen."

Nico Rosberg (Williams, Startplatz 18): "Wir haben bei der Abstimmung einen Kompromiss gewählt, das ging aber voll nach hinten los. Das hätte ich nicht gedacht, eine Katastrophe. Wir haben die Saison mit dem Team gut begonnen und jetzt bin ich auf Platz 18 abgestürzt."

Adrian Sutil (Force India, Startplatz 20): "Es wird Zeit, dass die Saison zu Ende geht - es war nicht die glücklichste Saison für mich. Man muss das abhaken - solche Jahre gibt es. Jetzt hoffen wir, dass wir über den Winter gute Arbeit machen und ein gutes Auto für nächstes Jahr bringen. Man freut sich, dass man dabei ist, dass man mitfahren darf, aber natürlich fehlt so ein bisschen der Erfolg."

Stefano Domenicali (Teamchef Ferrari): "Für das Qualifying gibt es noch keine Punkte. Es ist wichtig, aber das reicht noch nicht."

Norbert Haug (Motorsportchef Mercedes): "Massa ist nicht unser Gegner, wir wollen die nötigen Punkte holen. Und wir haben eine Strategie, die uns das möglich machen sollte. Lewis muss am Sonntag die erste Kurve überstehen und danach zuverlässig sein."

Ron Dennis (Teamchef McLaren): "Mit dem Ausgang des Qualifyings sind wir zufrieden. Möglicherweise regnet es morgen und dann kann es zu Safety Car Einsätzen kommen. Wir entschieden uns deshalb für eine Strategie, mit der wir auf solche Zwischenfälle reagieren können. Wir wollen uns beim Start aus allem heraus halten, dann sollten unsere beiden Fahrer eine starke Leistung zeigen können."

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