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Max Mosley ist seit 1993 Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA © getty

Mit Neuerungen bei Regeln, Kommissaren und Rennterminen für 2009 reagiert die FIA auf Kritik der Fans und Teams.

Paris - Die FIA hat das Aus des Großen Preises von Frankreich bestätigt und mit nochmaligen Terminänderungen für die Formel-1-Saison 2009 reagiert.

Nach dem Rückzug der Franzosen gibt es definitiv nur noch 17 Rennen. Der Große Preis von China in Shanghai wurde vom 18. Oktober auf den 19. April verlegt und das Saisonende in Abu Dhabi um zwei Wochen auf den 1. November vorgezogen.

Neben dem Debütrennen in Abu Dhabi bekamen deshalb auch vier weitere Rennen neue Termine. Bahrain rückt für China um eine Woche nach hinten auf den 26. April. Ebenso eine Woche früher findet das Rennen in Japan von Suzuka am 4. Oktober statt.

Fernsehgerechtere Startzeiten

Zwei Wochen früher steigt neben dem Saisonfinale in Abu Dhabi auch das vorletzte Rennen in Brasilien am 18. Oktober.

Zudem legte die FIA fest, dass neben dem Großen Preis von Australien in Melbourne auch der Große Preis von Malaysia in Kuala Lumpur erst um 17.00 Uhr Ortszeit gestartet wird, um in Europa bessere Fernsehzeiten zu erhalten.

Ausschreibung für Einheitsmotor läuft

Ungeachtet des aktuellen Streits um die Einführung von Einheitsmotoren in der Formel 1 hat das World Motor Sport Council der FIA unterdessen für 2009 die von der neuen Teamvereinigung FOTA vorgeschlage Verlängerung der Pflichtlaufzeit der Triebwerke von zwei auf drei Rennen verabschiedet.

Ab 2010 möchte FIA-Präsident Max Mosley allerdings Einheitmotoren für die Königsklasse einführen, wofür die FIA bereits eine Ausschreibung gestartet hat. Die Hersteller sind allerdings strikt gegen diese Pläne.

Neue Aufpasser

Neu geregelt wird der Einsatz von Rennkommissaren. Zwar bleibt es bei der Aufteilung auf zwei internationale und einen nationalen Kommissar, allerdings müssen nationale Stewards vor ihrem Einsatz mindestens bereits einmal als Kommissar gearbeitet haben.

Bei fünf Rennen 2009 werden neue Stewards für ihre Aufgabe trainiert. Die Lebensläufe der Kommissare werden künftig vorab ebenso auf der Internetseite der FIA veröffentlicht wie nach dem Rennen Kommentare der Entscheidungen.

Ex-Fahrer erwünscht

Bei strittigen Entscheidungen können Videoaufzeichnungen herangezogen werden, die nachträglich im Internet zugänglich gemacht werden, wenn sie nicht im Fernsehen gelaufen sind.

Zudem stellte die FIA klar, dass kein ehemaliger Fahrer von der Arbeit als Kommissar ausgeschlossen würde, wenn er über die nötige Erfahrung bei solchen Einsätzen und die entsprechenden Lizenzen verfügt.

Die Formel-1-Termine 2009 im Überblick:

29. März: Melbourne/Australien

5. April: Kuala Lumpur/Malaysia

19. April: Shanghai/China

26. April: Manama/Bahrain

10. Mai: Barcelona/Spanien

24. Mai: Monte Carlo/Monaco

7. Juni: Istanbul/Türkei

21. Juni: Silverstone/England

12. Juli: Nürburgring/Deutschland

26. Juli: Budapest/Ungarn

23. August: Valencia/Europa

30. August: Spa/Belgien

13. September: Monza/Italien

27. September: Singapur

4. Oktober: Suzuka/Japan

18. Oktober: Sao Paulo/Brasilien

1. November: Abu Dhabi

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