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Flavio Briatore (l.) kann auch in der Saison 2009 auf Fernando Alonsons Qualitäten bauen © getty

Mit seinem Treuebekenntnis hat Alonso einige Spekulationen beendet. Ein Routinier bangt um seinen Cockpit-Platz 2009.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Wie jedes Jahr ranken sich nicht erst nach dem Ende der Saison wilde Spekulationen um die Besetzung der Cockpits in der nächsten Saison.

Fernando Alonso stand dabei besonders im Fokus des Interesses: Der Doppelweltmeister schien auf einen Platz bei einem Spitzenteam zu hoffen, Ferrari war im Gespräch.

Gleichzeitig bemühte sich Honda intensiv um seine Dienste. Die Japaner, vor drei Jahren mit hohen Zielen in die Formel 1 eingetreten, wollen einen Spitzenfahrer, um endlich ihren Ansprüchen gerecht zu werden.

Alonso weiter bei Renault

Doch nun scheint sich der Nebel langsam zu lichten. So gab Renault bekannt, auch nächstes Jahr mit der Fahrerpaarung Alonso/Nelson Piquet jr. zu starten.

"Meine aufeinanderfolgenden Siege in Singapur und Japan sowie mein zweiter Platz im Finale in Brasilien haben bewiesen, wie konkurrenzfähig wir sein können.", führt der Spanier auch den Grund für die Entscheidung zu Gunsten von Renault und seinem sportlichen Ziehvater Flavio Briatore an.

Der Spanier ist ehrgeizig, will um Siege fahren. Die hervorragenden Ergebnisse der letzten Rennen bestärkten ihn in der Annahme, dass das auch bei Renault möglich ist. "Ich habe mich entschlossen zu verlängern, weil ich hier sehr glücklich bin und mich wohlfühle", so Alonso weiter.

Was passiert bei Honda?

Nach der Absage von Alonso geht jetzt bei Honda die Suche von Neuem los. Jenson Button scheint trotz einem schwachen letzten Jahr gesetzt. Mit Rubens Barrichello hat man den Vertrag bislang jedoch nicht verlängert.

Als ernsthafte Alternative steht Bruno Senna bereit. Der Neffe von Rennsport-Legende Ayrton Senna drängt in die Formel 1 und soll im November erste Testfahrten im Honda bestreiten.

Es wird also eng für Routinier Barrichello, der jedoch auf jeden Fall noch ein weiteres Jahr an seine Karriere anhängen will: "Ich will nicht aufhören", so der Brasilianer. "Ich will es nicht, weil ich mehr verdiene. Ich fahre besser als damals, als ich hinter Michael Schumacher Vizeweltmeister war."

Letzte Ausfahrt Toro Rosso

Als Ausweg könnte sich Toro-Rosso anbieten. Beim italienischen Rennstall sind noch zwei Plätze zu vergeben, nachdem Shootingstar Sebastian Vettel zur neuen Saison zu Red-Bull wechseln wird und die Zukunft von Sebastien Bourdais noch offen ist.

Barichello werden gute Verbindungen zu Toro-Rosso-Teamchef Gerhard Berger nachgesagt. Mit seiner Erfahrung könnte Michael Schumachers langjähriger Teamkollege dem noch jungen Rennstall sicherlich weiterhelfen.

Gut möglich also, dass Barrichellos 271. Grand-Prix-Start in Sao Paolo nicht gleichzeitig der letzte des Urgesteins gewesen ist.

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