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Juan Pablo Montoya war von 2001 bis 2006 in der Formel 1 aktiv © getty

Auf der Suche nach neuen Fahrern für die kommende Saison ist man bei Toro Rosso offenbar auch auf den Kolumbianer gestoßen.

Von Maximilian von Harsdorf

Nach Lewis Hamiltons WM-Triumph dauert es noch Monate, bis die Formel-1-Saison 2009 beginnt.

Dennoch herrscht bei beinahe allen Teams schon Klarheit, was die Fahrerbesetzung für das nächste Jahr betrifft.

Nur bei Toro Rosso, in der abgelaufenen Saison Sechster der Konstrukteurswertung, ist noch vieles in der Schwebe.

Zwei unbesetzte Cockpits

Der italienische Rennstall verliert mit Sebastian Vettel die Überraschung der letzten Saison an Red-Bull-Racing. Auch eine Weiterverpflichtung von Sebastien Bourdais, dem Teamchef Berger gegenüber "Motorsport-Total.com" vorwirft, "zu wenig Vertrauen in das Auto und sich selbst" zu haben, steht noch in den Sternen.

Kein Wunder, dass bei so viel Unklarheit gleich mehrere Piloten gehandelt werden: Rubens Barrichello, Takuma Sato und auch Bruno Senna - der auch als Nachfolger von Barrichello bei Honda im Gespräch ist - stehen zur Debatte.

Montoya eine Option?

Doch jetzt kommt noch ein neuer Name hinzu: Juan Pablo Montoya.

Dessen Rennsportkarriere begann in der Formel 3000. Von dort aus wechselte er in die Champ-Cars-Serie.

Frank Williams wurde schließlich 2001 auf das Talent aufmerksam und holte ihn zu Williams in die Formel 1. Nach drei Jahren bei dem britischen Rennstall wechselte der Exzentriker schließlich zu McLaren Mercedes, wo er jedoch nie richtig glücklich wurde und schließlich nach zwei Jahren seinen Ausstieg bekannt gab.

Schon 2006 interessiert

Gerüchteweise fragte Toro-Rosse schon 2006, direkt nach Montoyas unrühmlichem Abgang bei McLaren Mercedes, an, doch damals bevorzugte der Kolumbianer die NASCAR-Serie.

Und auch diesmal schaut es nicht gut aus: "Leider will er nicht mehr Formel 1 fahren", wird Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost von "Auto Motor und Sport" zitiert.

Keinen Spaß in der Formel 1

Kein Wunder, hatte Montoya nach seinem Abgang doch keine Gelegenheit ausgelassen sich negativ über die Königsklasse des Motorsports zu äußern. So sagte Montoya damals in einem Interview: "Ich bin aus Langeweile ausgestiegen. Die Rennen haben mir keinen Spaß mehr gemacht."

Diese Haltung scheint sich bis heute nicht geändert zu haben.

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