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Montreal ist vorerst aus dem Rennkalender gestrichen © getty

Die Provinzregierung von Quebec hat Formel-1-Boss Bernie Ecclestone zur Rettung des Kanada-GP ein Angebot vorgelegt.

Montreal - Die Provinzregierung von Quebec hat Formel-1-Boss Bernie Ecclestone zur Rettung des Großen Preises von Kanada ein Angebot vorgelegt.

"Er hat ein Papier auf dem Tisch", erklärte Wirtschaftsminister Raymond Bachand, "wir werden weiter mit ihm verhandeln."

In spätestens einer Woche sei die Angelegenheit geregelt, so Bachand. Über Inhalte des Angebots machte er keine Angaben.

Kanada war Anfang Oktober überraschend aus dem Formel-1-Kalender für 2009 gestrichen worden. Das Rennen sollte ursprünglich am 7. Juni durchgeführt werden.

Verlust von 50 Millionen Dollar

Dem Austragungsort Montreal droht durch die Streichung ein Verlust von umgerechnet 50 Millionen Euro.

Die eigentlich mit einem Vertrag bis 2011 ausgestatteten Organisatoren waren vor der Streichung des Rennens nicht vom Automobil-Weltverband FIA informiert und somit kalt erwischt worden. Es werden ausschließlich kommerzielle Gründe dafür vermutet.

Das "Journal de Montreal" schätzt die an Ecclestone zu überweisende Summe der Kanadier auf höchstens 15 Millionen Dollar, andere Rennstrecken zahlen das Vierfache.

Streichung stößt auf Ablehnung

Die Streichung war bei den Teams und Sponsoren auf Ablehnung gestoßen. Die Automobilhersteller fordern ohnehin seit längerem mehr Formel-1-Rennen in Nordamerika wegen des dortigen großen Marktes.

Sollte Montreal wegfallen, gäbe es dort kein einziges mehr. Der Große Preis der USA in Indianapolis hatte bereits in diesem Jahr gefehlt.

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