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Bruno Senna musste sich 2008 nur Giorgio Pantano in der GP2-Serie geschlagen geben © getty

Bei seiner Premiere in einem F1-Boliden stellt Bruno Senna sein Talent unter Beweis und verweist seine Kollegen auf die Plätze.

Barcelona - Der Brasilianer Bruno Senna hat bei seinem ersten Test in einem Formel-1-Auto einen ordentlichen Eindruck hinterlassen.

Der Neffe des dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna fuhr am ersten Tag in Barcelona im Honda in 1:24,343 Minuten die 15.-beste Zeit. Dabei war er mehr als eine Sekunde schneller als sein Landsmann Lucas di Grassi (1:25,512).

"Erstmals in einem Formel-1-Auto zu sitzen war ein genauso großer Moment, wie ich es erwartet habe", sagte Senna, der erst 2005 ernsthaft mit dem Rennsport begonnen hatte: "Ich hatte eine Menge Spaß und habe es sehr genossen. Es ist eine große Chance, von der ich mein Leben lang geträumt habe", so der 25-Jährige.

"Mit dem, was ich heute geleistet habe, bin ich schon sehr zufrieden, und ich hoffe, je mehr Runden ich absolviere, desto schneller werde ich."

Kompletter Testtag für Senna am Mittwoch

Der bisherige Renault-Testpilot Grassi hatte mit 48 Runden neun Umläufe mehr zur Verfügung als Senna, mit dem er sich am Montag noch ein Auto teilte.

Am Dienstag wird di Grassi einen kompletten Tag im Honda absolvieren, am Mittwoch schließlich Senna.

Auch Rallye-Fahrer Loeb beeindruckt

Positiv überrascht hat vor allem auch Sebastian Loeb. Der fünfmalige Rallye-Weltmeister aus Frankreich absolvierte 82 Runden, seine beste Zeit (1:22,503) wurde nur von sieben Fahrern unterboten.

Schon im Dezember 2007 hatte er bereits mit dem damaligen Renault-Piloten Heikki Kovalainen die Autos getauscht und im Formel-1-Renner eine gute Figur gemacht.

Senna kämpft um Barrichello-Nachfolge

Während Loeb sich aber als "zu alt" für einen Wechsel in die Formel 1 betrachtet, kämpft Senna um eine ernsthafte Chance.

Honda will sich in Barcelona ein Bild davon machen, "wie sich Bruno bislang in seiner Karriere entwickelt hat". Der 25-jährige, in diesem Jahr hinter dem Italiener Giorgio Pantano Vize-Meister der GP2-Serie, gilt als heißer Kandidat auf die Nachfolge seines Landsmanns Rubens Barrichello (Barrichello plant Enthüllungsbuch ).

Der F-1-Oldie hofft weiterhin darauf, auch im nächsten Jahr für Honda fahren zu dürfen. Sollte Senna seinen positiven Eindruck am Mittwoch jedoch bestätigen, könnte für "Rubinho" das unfreiwillige Karriereende ein Stück näher rücken.

Unterstützung von Gerhard Berger

Senna wird seit seinem späten Einstieg in den Motorsport von dem früheren Formel-1-Piloten und Toro-Rosso-Mitbesitzer (zum Team) Gerhard Berger freundschaftlich begleitet.

Berger war ein guter Freund von Sennas am 1. Mai 1994 in Imola tödlich verunglückten Onkel Ayrton.

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