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Sebastian Vettel beerbte David Coulthard im Cockpit von Red Bull © getty

Sebastian Vettel führt sich bei seinem neuen Arbeitgeber glänzend ein, Gary Paffett fährt am zweiten Testtag gleich zwei Autos.

Von Katrin Freiburghaus

Barcelona - So richtig heiß wurde es am zweiten von Wolken verhangenen Testtag in Barcelona vermutlich nur Sebastian Vettel.

Der Red-Bull-Pilot kam nach der Installationsrunde nämlich mit brennenden Bremsen in die Box gerauscht. Diese Schrecksekunde zu Beginn bremste den 21-Jährigen auf den folgenden 70 Runden jedoch keineswegs aus.

Ganz im Gegenteil: Mit seiner schnellsten Umrundung der Strecke in 1:19.751 Minuten distanzierte Vettel die Toro Rosso deutlich.

Sato erneut stark

Die Italiener waren wie schon am Montag flott unterwegs und schickten mit Takuma Sato, Sebastien Bourdais und Sebastien Buemi als einziges Team drei Fahrer auf die Strecke.

Das Trio platzierte sich hinter Vettel geschlossen auf den Rängen zwei bis vier.

Schnellster war dabei Gastfahrer Takuma Sato. Der Japaner drehte bis zum Mittag 79 Runden und schaffte die schnellste davon in 1:20.017 Minuten. Anschließend übergab er seinen Boliden an Bourdais.

"Ich hatte richtig Spaß heute und es war schön, zurück im Auto zu sein", sagte Sato, "das Auto funktioniert sehr gut und fährt sich hervorragend."

Doppelter Paffett

Weil das Wetter trotz der drohenden Wolkendecke hielt, standen bei den Teams Tests mit Slicks, reduzierter Aerodynamik und KERS auf dem Programm.

Bei McLaren spielte Gary Paffett dabei den Alleinunterhalter: Der Brite fuhr gleich beide Autos des Rennstalls und landete damit auf Platz fünf und neun des Rankings.

Der zweite McLaren-Testpilot Pedro de la Rosa war anderweitig beschäftigt - er umkurvte den Parcours am Dienstag für Force-India.

De la Rosa bei der Konkurrenz

Der Spanier war aber keinesfalls fahnenflüchtig geworden, sondern schlicht im Rahmen einer Kooperation an die Inder ausgeliehen worden.

Im Gegensatz zu Adrian Sutil, der Zehnter wurde, war sein Engagement allerdings von mäßigem Erfolg gekrönt.

Mit einer Zeit von 1:23.499 Minuten landete er auf dem 17. und damit letzten Platz. Am Mittwoch soll er erneut für Force-India testen.

Heidfeld bleibt liegen

Einen zweiten Anlauf benötigte Nick Heidfeld (Porträt). Wegen technischer Probleme blieb er schon am Morgen in der Kurve liegen, drehte anschließend immerhin 81 Runden, wurde zum Schluss aber trotzdem nur 15.

Sein Team-Kollege Robert Kubica (Porträt) steuerte einen Übergangsboliden in seiner schnellsten von 76 Runden in 1:21.521 Minuten auf Platz sechs.

Drei Sekunden schneller

Bei Honda ging der Kampf um das freie Cockpit derweil in die nächste Runde. Lucas di Grassi verbesserte sich im Vergleich zum Vortag um sagenhafte drei Sekunden.

Der Brasilianer wurde nach 110 absolvierten Runden Tages-Elfter, während Jenson Button nach derselben Distanz mit einer Bestzeit von 1:21.770 Minuten auf acht fuhr.

Am Mittwoch wird Bruno Senna für di Grassi ins Auto steigen und nach seiner überzeugenden Leistung vom Montag seine Chance erhalten.

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