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Adrian Sutil gab sein Formel1-Debut 2007 im Spyker-Boliden © getty

Trotz der Tests des Spaniers für Force India wähnt sich Adrian Sutil fest im Sattel. Aussagen de la Rosas säen Zweifel.

Von Liane Killmann

München ? Die Gerüchte um die Zukunft Adrians Sutils brodeln weiter. Das unerwartete Auftauchen von Pedro de la Rosa im Force India-Cockpit bei den Testfahrten in Barcelona hatte für Verunsicherung gesorgt.

Nun wird spekuliert, ob der 37-jährige Spanier in der kommenden Saison ganz in den indischen Rennstall wechselt. Er ist seit 2003 Testfahrer für McLaren-Mercedes.

Sutil selbst ist sich seiner Zukunft bei Force India sicher: "Bei mir ist alles in trockenen Tüchern", sagte er in Barcelona dem "Motorsport-Magazin".

Diese Zusage hat Sutil vom Rennstall-Chef Vijay Malley höchstpersönlich.

Keine Job-Angst

Sutil (Porträt) bekam das "Go" allerdings, bevor McLaren seine Zusage gab, den Indern künftig Know-How und Mercedes-Motoren zu liefern.

Möglich wäre, dass sich die Briten im Zuge des Motoren-Deals ein Mitspracherecht bei Force India gesichert haben. Vielleicht reicht dieser Einfluss bis zur Cockpit-Besetzung.

Sutil hat keine Angst vor dieser Konkurrenz. Der 25-jährige Deutsche betonte stattdessen, dass das Team gleich vom ersten Test an von der Erfahrung de la Rosas profitiert habe. "Er konnte uns klar sagen, wo es bei uns hapert."

De la Rosa dementiert halbherzig

Sicher ist: De la Rosa kennt den Mercedes-Motor sehr gut. Die Briten haben ihn möglicherweise zur Verfügung gestellt, um den indischen Boliden gleich zu Beginn der Testphase so fit wie möglich zu machen.

Allerdings bewirken de la Rosas vorsichtige Äußerungen am Rande der Teststrecke eher das Gegenteil.

Ein klares Dementi kam weder vom Spanier selbst noch von den beteiligten Teams. So bekam die Meldung in der spanischen Zeitung "Diario As", wonach de la Rosa bereits einen Vertrag bei Force India für 2009 in der Tasche habe, neue Nahrung.

Sutil, Fisichella oder de la Rosa

In der vergangenen Saison schafften es weder Sutil (Interview der Woche) noch sein Teamkollege Giancarlo Fisichella (Porträt) in die Punkte. Im Qualifying jedoch hatte Fisichella meist die Nase vorn.

Während der Deutsche für die Zukunft steht, wirft der 35-jährige Italiener zwölf Jahre Formel1-Erfahrung in die Waagschale. Für einen Verbleib Sutils im indischen Cockpit spricht, dass er das nervöse Auto gut kennt und mit der Übersteuerung in der Vergangenheit bestens klar kam.

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