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Fernando Alonso kam nach der Saison 2009 von Renault zu Ferrari © getty

Fernando Alonso rechnet im Gegensatz zu anderen nicht damit, dass die Reifenstrategie 2011 eine entscheidene Rolle spielen wird.

Von Julian Meißner

München - Vor dem Saisonauftakt in Melbourne am übernächsten Wochenende sind die Reifen nach wie vor die große Unbekannte.

Halten die neuen Pirelli-Pneus einigermaßen, oder sehen die Fans eine wilde Aneinanderreihung von Boxenstopps?

Fest steht, dass die Gummis extrem schnell abbauen, was den Piloten mit einer schonenden Fahrweise einen Vorteil verschaffen wird .

Fernando Alonso ist jedoch nicht der Meinung, dass die Reifenstrategie, der in der Saison 2011 eine erhöhte Bedeutung eingeräumt werden wird, die WM entscheidet (DATENCENTER: Rennkalender 2011).

"Wie üblich in der Formel 1 wird am Ende das schnellste oder beste Auto die Weltmeisterschaft gewinnen", meint der Spanier von der Scuderia Ferrari.

Flexible Fahrer gefordert

Sicher sei die Strategie wichtig. "Vielleicht werden ein oder zwei Rennen durch eine gute Strategie entschieden, oder jemand sehr schnelles verliert einen Sieg durch einen Strategiefehler", so Alonso.

Über die gesamte Saison würde jedoch zählen, einfach das schnellste Auto zu haben: "Dafür arbeiten wir."

Zudem müssten die Fahrer im Rennen flexibel sein, und im Zweifel auch mal ein paar Runden mit schlechteren Zeiten in Kauf nehmen, dafür aber einen Boxenstopp weniger absolvieren.

Brawn ist skeptisch

Bei Mercedes-Teamchef Ross Brawn hört sich das etwas anders an: "Mit diesen Reifen kannst du es dir nicht leisten, in die Phase des starken Abbaus zu kommen. Am Ende ihrer Lebenszeit fallen sie regelrecht auseinander, so kannst du eine Menge Zeit verlieren."

Bis zu vier Sekunden pro Runde könnte das Phänomen kosten, sagt Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko: "Fahrer und Strategen sind daher mehr denn je gefordert."

(Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

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