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Ab in den Matsch: Die "Mark Webber Pure Tasmania Challenge" steht auf der Kippe © getty

Nach Webbers schwerer Verletzung bei einer Charity-Challenge wird über die sporliche Leidenschaft des Australiers diskutiert.

Von Tobias Schneider

München - Mark Webber ist ein Naturbursche durch und durch.

Der 32-jährige Australier, geboren und aufgewachsen im südöstlichsten Teil des Kontinents, liebt die Extreme: Mountainbiking, Klettern, Kajak-Fahren, Trekkingtouren - die schroffe, hügelige Landschaft bietet sich ideal an.

Miefige Muckibuden oder abgesperrte Laufstrecken sind nichts für Webber, der die Weite und die Unberührheit seiner Heimat liebt.

Für den 32-Jährigen könnte der Extremsport-Kick nun aber bald ein Ende haben.

Nachdem sich der Red-Bull-Pilot bei seiner alljährlich ausgetragenen "Mark Webber Pure Tasmania Challenge" bei einer Kollision mit einem Auto das Schien- und Wadenbein zertrümmerte ( Webber schwer verletzt), steht die Zukunft der karitativen Extremsport-Challenge mehr denn je auf der Kippe.

Schiebt Red Bull einen Riegel vor?

Geoff Donouhe, Organisationschef der Challenge 2008, versuchte im britischen "Daily Telegraph" die Wogen zu glätten: "Es wäre übertrieben zu sagen, dass die Veranstaltung in irgendeiner Weise zu gefährlich ist."

Nun wird spekuliert, ob Red Bull (Teamergebnisse 2008) seinem Fahrer eine Klausel in den Vertrag setzt, die ihm Extremsportarten aufgrund des hohen Verletzungsrisikos verbieten - in vielen Sportarten ist diese Vorgehensweise gang und gäbe.

Donouhes Hoffnung: "Aber Mark ist seinem Arbeitgegenüber sehr loyal und ich denke, dass das alles eingehend besprochen wird. Wenn man sich andere Formel-1-Fahrer ansieht, dann wird man schnell merken, dass sie alle verschiedende Trainingsarten bevorzugen, die alle Risiken bergen."

Glück im Unglück

Bis Mittwoch wird der 32-Jährige noch stationär im Krankenhaus behandelt, anschließend wird Webber sich im Haus seines Vaters in Queanbeyan erholen und nicht, wie anfangs geplant, zur Rehabilitation nach Großbritannien reisen.

Wie Alan Webber in der australischen "Times" sagte, habe sein Sohn enormes Glück gehabt, nicht schwerwiegender verletzt worden zu sein: "Es war ein ganz schönes Chaos. Marks Oberkörper wurde zum Glück nur oberflächlich verletzt."

Zum Saisonstart wieder fit?

Bis zum Formel-1-Auftakt in seinem Heimatland Australien (Kurs) ist der 32-Jährige voraussichtlich wieder startbereit.

"Die Ärzte haben gesagt, dass sie keinerlei Probleme mehr erwarten. Ich habe keinen Zweifel daran, dass er pünktlich wieder fit sein wird", so Webbers Vater.

Allerdings gehen die Ärzte davon aus, dass Webber aufgrund der Schwere der Verletzung die kommenden sechs Wochen nicht trainieren könne.

Damit wäre der Red-Bull-Pilot zwar bis Januar wieder fit, würde aber etliche Wintertests verpassen.

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