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Nick Heidfeld wurde 2008 mit 60 Punkten Sechster in der WM © getty

Nach einer durchwachsenen Saison verrät Nick Heidfeld, dass er "zu weiten Teilen" an der Treue von BMW gezweifelt habe.

Von Marc Ellerich

München - Nick Heidfeld hat eine äußerst turbulente Formel-1-Saison hinter sich. Vor allem Probleme im Qualifying machten dem BMW-Piloten das Leben in der PS-Liga im Saisonverlauf immer schwerer.

Und in seiner schwärzesten Phase musste der gebürtige Mönchengladbacher sogar befürchten, das Jahr nicht bei seinem deutsch-schweizerischen Arbeitgeber beenden zu dürfen.

Er habe sogar mit anderen Teams über einen möglichen Wechsel gesprochen, offenbarte der Sechste der Fahrer-WM.

Skepsis schon nach erstem Test

In einem Interview mit "Motorsport aktuell" hat Heidfeld nun noch einmal detailliert seine massiven Probleme in der abgelaufenen Saison geschildert.

Er habe die Saison wie das ganze Team sehr optimistisch begonnen, so Heidfeld. Allerdings sei diese Vorfreude sehr schnell großer Ernüchterung gewichen.

Schon nachdem er seinen Boliden erstmals auf der Strecke getestet habe, habe er an eine schwierige Saison geglaubt (Alle F1-Ergebnisse).

Er sei erschrocken gewesen, wie schlecht sein Auto war, berichtet Heidfeld in dem Gespräch.

Erst vor Montreal die Kurve gekriegt

Sein Hauptproblem seien die Reifen gewesen, die er nicht zum Arbeiten gebracht habe, berichtet der routinierte Pilot weiter.

Auch die Regeländerungen vor der Saison mit dem Wegfall der elektronischen Systeme (u. a. Traktionskontrolle, d. Red.) hätten ihm die Arbeit sehr schwer gemacht. Eine Zeitlang habe man dieses Problem aber nicht einkreisen können.

Erst nach einem Test in Barcelona vor dem Kanada-Grand-Prix, den Heidfelds Teamkollege Robert Kubica gewann und bei dem er Zweiter wurde, habe der Trend allmählich nach oben gezeigt.

"Zu weiten Teilen nicht sicher"

Am Tiefpunkt seiner Krise, als in den Medien über eine vorzeitige Vertragsauflösung spekuliert wurde, habe er zwar "niemals daran gezweifelt, dass ich da rauskomme", dennoch habe er über seine Zukunft in der Formel 1 nachgedacht.

"Ich war mir zu weiten Teilen dieses Jahres nicht hundertprozentig sicher, dass ich nächstes Jahr auch bei BMW sein werde (Teamergebnisse 2008).

In dieser Phase habe er auch mit anderen Teams verhandelt.

Nach Heidfelds Steigerung in der zweiten Saisonhälfte verlängerte BMW seinen Vertrag um ein Jahr und ein möglicher Wechsel wurde hinfällig.

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