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Nach Ecclestones Wunsch sollen zuküfntig auch in der F1 Medaillen um Sieger-Hälse baumeln © getty

Bronze, Silber und Gold? In der Formel 1 formiert sich offenbar der Widerstand gegen den Vorstoß des 78-Jährigen.

Von Manuel Krons

München - Bernie Ecclestones Vision von Gold, Silber und Bronze könnte bald schon ein jähes Ende finden.

Die Pläne des mächtigen Formel-1-Vermarkters, ein Medaillensystem in der Königsklasse einzuführen, stoßen nicht überall auf Begeisterung.

"Er bastelt an etwas, wovon er keine Ahnung hat. Das ist Schwachsinn", empörte sich etwa der ehemalige Teamchef Eddie Jordan.

Aber auch unter seinen Nachfolgern in der Formel 1 regt sich offenbar Protest gegen Ecclestones Vorstoß.

Laut übereinstimmender Medienberichte ist es derzeit höchst fraglich, dass der 78-Jährige bei der bevorstehenden Zusammenkunft des World Motor Sport Council im Dezember in Monaco die Unterstützung der FIA erhält.

"Nur ein Anreiz für die Spitze"

Die neuen Regelungen würden nach Ansicht vieler Kritiker nur den Kampf unter den Top-Teams verschärfen. Dies erläutert auch Steffen Huck vom University College London: "Das Medaillensystem ist nur ein Anreiz für die Spitze", erklärte der Wirtschaftswissenschaftler im "Telegraph".

Nach Ansicht des Experten würde die Formel 1 gefährlicher und teurer: "Rennställe und Fahrer müssen riskantere Strategien wählen, die zu mehr Unfällen und häufigeren Motorenpannen führen."

Damit wäre Ecclestones Vorschlag höchst kontraproduktiv. Denn insbesondere die Kostenreduzierung ist eines der erklärten Kernziele von FIA-Präsident Max Mosley.

Frühestens 2010

Dass seine Revolution bald Realität werden würde, daran ließ Ecclestone hingegen in den vergangenen Wochen keinen Zweifel: "Es wird so kommen", kündigte er stets an. "Die Teams freuen sich."

Selbst wenn Ecclestone (33925DIASHOW: Rosenkrieg bei Bernie) grünes Licht bekommen sollte, würde eine Umsetzung des neuen Systems wohl nicht vor 2010 in Kraft treten.

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